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Helene Fischer im KöPa: Ein Spielplatz der großen Emotionen

Helene Fischer im KöPa: Ein Spielplatz der großen Emotionen

Schlagersängerin Helene Fischer präsentierte vor 6000 Zuschauern eine effektvolle Show aus Musik und Tanz.

Krefeld. Schon der Konzertbeginn wird groß inszeniert: Wie eine Lichtgestalt steigt Helene Fischer per Aufzug aus dem Bühnendunkel empor und singt im zitronengelben Minikleid „Allein im Licht“. Erst als der Vorhang hinter ihr sich öffnet, wird den 6000 Zuschauern im ausverkauften König-Palast das wahre Ausmaß der Inszenierung offenkundig.

Auf einem 500 Quadratmeter großen „XXL-Spielplatz“ präsentiert Deutschlands derzeit erfolgreichste Sängerin fortan „eine Art Musical“, in dem die Zuschauer, wie sie sagt, „die Hauptdarsteller sind“.

Inmitten ihrer zehnköpfigen Begleitband und mit einem herausragend agierenden Ensemble von Tänzern aus Los Angeles zelebriert Helene Fischer eine effektvolle Show aus Musik und Tanz, die knapp drei Stunden lang für grenzenloses Staunen und Begeisterung im weiten Hallenrund sorgt.

Mit ihrer Natürlichkeit und freundlichen Ausstrahlung hat sie das vom Teenager bis zur Oma reichende Publikum schnell im Griff. So wandelt die 28-Jährige in der mehrstöckigen Bühnenkonstruktion aus Eisentreppen, Balkonbrüstung und riesiger LCD-Wand, während sie aktuelle Schlager-Pop-Songs wie „Villa in der Schlossallee“ zum Besten gibt oder in Kindheitserinnerungen zu Disney-Filmmusiken schwelgt.

Was folgt ist ein weiterer Kostümwechsel — der zweite von acht an diesem glamourösen Abend. Sie gehören zum Programm, mit dem Helene Fischer jeweils eine Facette ihrer Persönlichkeit als vielseitige Unterhaltungskünstlerin zeigen will.

Im schwarzen Lederdress intoniert sie ihren Hit „Vergeben, vergessen und wieder vertrauen“, interpretiert im silbern glänzenden Anzug zum zuckenden Laserlicht Loreens Grand-Prix-Hit „Euphoria“ oder zieht als Vamp bei James Bonds „Goldeneye“ die Blicke auf sich.

Spätestens zu „Nur wer den Wahnsinn liebt“ hält es dann die meisten ihrer zahlreichen Fans nicht mehr auf den Sitzen im bestuhlten Innenraum. Zu Hunderten strömen sie an den Bühnenrand und überreichen der trotz leichter Erkältung bestens aufgelegten Sängerin Blumen und Geschenke.

Mit der Interpretation von Whitney Houstons „I Will Always Love You“ kommt es zu einem Höhepunkt in dieser fulminanten Show der großen Emotionen: stehende Ovationen für einen in jeder Hinsicht erhebenden Moment.

Mit „Phänomen“— sinnbildlich für ihre Erscheinung im deutschen Musikgeschäft — läutet die charismatische Blondine den Endspurt ihres Kon- zertes ein und wird am Schluss für eine aufwändig produzierte Show frenetisch gefeiert.