Handballturnier: Fans jubeln für alle Teams

Bis zu 2000 Zuschauer verfolgen die Qualifikation zur EM in der Glockenspitzhalle. Es herrscht Volksfeststimmung.

Krefeld. Ein wahres „Handballfest“ wollte Carsten Feld den Zuschauern präsentieren — und genau das wurde es am Ende. Entsprechend zufrieden zeigt sich der Veranstalter des Qualifikationsturniers für die Handball-EM der Junioren nach den Spielen in der Glockenspitzhalle. Am Samstag und Sonntag haben bis zu 1700 Fans die Zuschauerränge gefüllt.

Am Ostermontag versammeln sich sogar 2105 Zuschauer, um zu erleben, wie am letzten Spieltag zwischen Deutschland und Tschechien über den Gruppensieg entschieden wird. Die Anwesenden sorgen durch ihre tolle Unterstützung für eine Gänsehaut-Atmosphäre bei Spielern, Trainern und Offiziellen.

„Ich bedanke mich herzlich für die wahnsinnig tolle Unterstützung in der Halle von den Fans“, sagt Junioren-Trainer Christian „Blacky“ Schwarzer nach den Spielen seiner Mannschaft.

Ob bei Begegnungen der deutschen, ukrainischen, holländischen oder tschechischen Teams, die Fans bejubeln jede Truppe gleichsam lautstark und machen mit ihren Trommeln, Rasseln und Tröten das Turnier zu einer tollen Sportveranstaltung.

„Ein bisschen schade ist, dass die Niederländer mit ihrer zweiten Niederlage am Samstag rausgeflogen sind“, hat Carsten Feld noch am Samstag bedauert. Er vermutete, dass die Fans mit dem extra gemieteten Bus nicht wiederkommen würden.

Doch denkste: Feld wird am Montag vom Fanatismus der „Oranje-Fans“ eines Besseren belehrt, als diese mit rund 100 Fans nochmals nach Krefeld kommen, um ihre Mannschaft im abschließenden Spiel zu unterstützen. „Wir finden es super hier in Krefeld“, erklärt der 39-jährige Bart aus Den Haag. „Das Turnier ist sehr schön vorbereitet, und man kümmert sich auch außerhalb der Spiele gut um alles Wichtige.“

Der SSV Gartenstadt als Veranstalter ist den Vorgaben der Europäischen Handball Föderation (EHF) mehr als gerecht geworden. „Das Turnier war top organisiert, und es gab zu keiner Zeit irgendwelche Probleme“, lobt Stephan Vitzthum, EHF-Deligierter aus der Schweiz.

Auch nach ihren Spielen nehmen sich die Spieler und Trainer viel Zeit für die anwesenden Fans und geben fleißig Autogramme. „Alle sind so freundlich und nehmen sich so viel Zeit für Fotos und Unterschriften“, sagt die zwölfjährige Lena — und schnappt sich prompt den nächsten Nationalspieler für ein einmaliges Erinnerungsfoto.

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