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Golfclub Haus Bey: Nicht elitär, sondern familiär

Golfclub Haus Bey: Nicht elitär, sondern familiär

Auf der Anlage rund um Haus Bey in Nettetal-Hinsbeck sind die Spieler weit weg von Alltagslärm. Der Platz ist anspruchsvoll.

Nettetal. Der Golfclub Haus Bey liegt fern des Großstadttrubels inmitten der Hinsbecker Höhen im Naturschutzgebiet Schwalm-Nette. Ohne Straßen- oder Fluglärm fügt sich der Platz harmonisch in die Natur ein. Daher ist der Wahlspruch des Golfclubs auch „Urlaub vom Alltag“.

Das Aushängeschild der Golfanlage und allgegenwärtiger Orientierungspunkt ist das leicht gelblich getünchte Haus Bey. Erbaut wurde es seinerzeit als ein Nebengebäude von Schloss Krickenbeck. Deshalb Bey, weil es „bei“ Schloss Krickenbeck liegt.

Heute wird es abends vom Golfclub oder anderen als Veranstaltungsort genutzt. Zudem kann man sich hier sogar das Ja-Wort geben. Das Haus Bey ist nämlich eine Außenstelle des Standesamtes der Stadt Nettetal.

Der Par-72-Meisterschaftsplatz ist, für den Niederrhein typisch, sehr eben, bietet aber durch den alten Baumbestand ein schönes Panorama. Die Bahnen sind abwechslungsreich, immer wieder kommen Wasserläufe und strategisch gesetzte Bunker ins Spiel.

Spannend ist das zehnte Loch. Bei diesem Par-4-Loch liegt der Abschlag auf einer Insel, und der Spieler muss den Ball durch eine schmale Gasse aufs Fairway schlagen. Links sorgt eine Baumreihe und rechts ein Wasserlauf in unangenehmer Entfernung für psychologischen Druck.

Anschließend macht die Bahn ein Dogleg nach rechts, hinter einem weiteren langgezogenen Teich lässt sich das Grün anspielen.

Auch das 18. Loch, ein Par 5 mit 454 Metern, stellt zum Schluss noch einmal eine große Herausforderung dar. Auf halber Stecke befindet sich ein großer Teich. Für den Spieler stellt sich die Frage, ob er schon mit dem zweiten Schlag versuchen soll, darüber zu spielen, oder ob es nicht besser wäre, den Ball vor dem Wasserhindernis noch einmal vorzulegen.

„Durch eine Sand- und Kiesschicht trocknet der Platz auch bei großer Nässe schnell wieder ab, so dass man bei uns das ganze Jahr Golf spielen kann“, berichtet Geschäftsführer Elmar Claus. In der Woche kostet eine Runde auf dem Platz, sofern der Spieler ein Handicap von -36 oder besser hat, ab 40 Euro, am Wochenende 60 Euro.

Für Anfänger besonders interessant ist der Sechs-Loch-Kurzplatz, auf dem ein Tag lang für 20 Euro so viel gespielt werden kann, wie man will — ohne Platzreife. Eine Idee, die 2004 umgesetzt wurde.

Das Clubhaus ist modern eingerichtet und hat eine große Terrasse. Das Restaurant bietet eine saisonal abwechslungsreiche Karte mit moderaten Preisen. Dies wird auch gerne von Wanderern oder Fahrradfahrern angenommen. Elmar Claus sagt: „Das Besondere bei uns ist sicherlich die Atmosphäre. Sie ist nicht elitär, sondern familiär geprägt.“