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Feuerwerk - Sicherheit ist oberstes Gebot

Feuerwerk - Sicherheit ist oberstes Gebot

Der offizielle Verkauf von Feuerwerkartikel hat begonnen. Feuerwehr warnt vor Fehlern.

Krefeld. Aris Grigoriou stöbert zwischen den Angeboten nach einer Familienpackung. Wunderkerzen und Knallfrösche für die Kinder, für sich selbst Raketen. „Gut aussehen und laut muss das Feuerwerk sein,“ sagt er.

Marvin Roosen steht der Knallerei etwas skeptischer gegenüber: „Dafür gebe ich kein Geld aus“, sagt er. „Ich schaue mir das Feuerwerk lieber an.“

Sein Freund Marcus Bernstengel hingegen sucht nach geeignetem Zündmaterial: „Es muss optisch etwas her machen. 30 bis 50 Euro darf es schon kosten.“

Wenn in der Silvesternacht wieder unzählige bunte Lichter den Himmel erhellen, sind Feuerwehr, Polizei, Notärzte und Ordnungsamt im Einsatz. Das farbenfrohe und laute Spektakel birgt jedoch einige Risiken. Seit 2010 dürfen Feuerwerkskörper nämlich die doppelte Menge an Schwarzpulver und eine größere Menge an Treib- und Leuchtmitteln enthalten.

Batterie-Feuerwerke liegen hoch im Trend. „Davon haben wir am Vormittag mehr verkauft als gewöhnliche Raketen,“ sagt Kaufhof-Mitarbeiter Daniel Radzanowski. „Die fliegen genauso hoch wie normale Raketen und es gibt sie schon ab zehn Euro.“ Einmal angezündet, zeigen sie ein zwei- bis dreiminütiges Farbenspiel.

Tineke Bouw und Marcel Bon aus Amsterdam suchen nach einem Tischfeuerwerk. „Die finden wir schöner als Raketen und Knaller,“ erzählt Marcel. „Die Auswahl hier ist viel größer und preiswerter als bei uns,“ ergänzt Tineke Bouw.

Tischfeuerwerk darf nur auf feuerfesten Unterlagen abgebrannt und nicht in der Nähe von leicht entzündlichen Materialien aufgestellt werden. Yasmine Schulenburg schaut sich das Sortiment für Kinderfeuerwerk an: „Böller und Knaller sind mir zu gefährlich. Mir ist außerdem wichtig, dass die Materialien aus Deutschland stammen.“

Auf die richtige Kennzeichnung kommt es an: Die BAM-Nummer der Bundesanstalt für Materialprüfung garantiert, dass die Produkte aus dem Inland stammen. Vor dem Anzünden ist unbedingt die Bedienungsanleitung zu beachten. Sowohl Raketen als auch kleinere Knallkörper dürfen beim Zünden niemals in der Hand oder am Körper gehalten werden, sie sollen getrennt von Feuerzeugen oder Zündhölzern aufbewahrt werden. Ware vom Schwarzmarkt ist lebensgefährlich, so die Experten.

Die pyrotechnischen Gegenstände der Klasse II sind die gewöhnlichen Feuerwerkskörper, die nur im Freien abgebrannt werden dürfen. Diese Produkte werden nur an Erwachsene ausgegeben. Kinder und Jugendliche sollten lediglich Wunderkerzen, Knallteufel, Bienen und Brummer, Feuerwirbel und Knallerbsen verwenden. Abgebranntes Feuerwerk muss ordnungsgemäß entsorgt werden. Blindgänger dürfen kein zweites Mal gezündet werden, sondern müssen mit Wasser übergossen und anschließend entsorgt werden.