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Grill-Meister: Eine brennende Leidenschaft für Holzkohle

Grill-Meister : Eine brennende Leidenschaft für Holzkohle

Sascha Solecki möchte sich für die Nationalmannschaft der Hobby-Griller qualifizieren.

Krefeld. Kaum hat Sascha Solecki als 14-Jähriger erstmals bei Vater Alfred am Grill gestanden und geholfen, schon sprang der Funke über. Seitdem pflegt der Hülser eine brennende Leidenschaft für alles, was mittels Holzkohle, Zange und Zutaten lecker gegart werden kann. Er ist amtierender zweifacher NRW-Meister, nimmt am Wochenende an der Deutschen Meisterschaft in Hennef teil und möchte sich danach bei der Veranstaltung der „Grill-Giganten“ für einen der acht Plätze in der Nationalmannschaft der Hobby-Griller empfehlen.

Einfach nur Fleisch auf den Grill zu legen, ist keine Kunst. „Es ist wie beim Kochen“, erzählt der 33-Jährige. „Auch bei uns geht es in den Sternebereich hinein, zumal nicht selten ein Sternekoch in der Jury sitzt.“ Solecki probiert viel aus und trifft damit den Geschmack der Juroren. „Bloß nichts Alltägliches“, ist das Motto des Mannes, der im wahren Leben als IT-Manager arbeitet. So hat er einmal Spareribs mit Zimt und Weihnachtsgewürzen parfümiert. Und aus dem herabgetropften Bratfett zaubert er eine pikante Soße.

„Würstchen und Folien-Kartoffeln kann jeder“, sagt er und lächelt. „Ich überrasche mit gefüllten Champignons, Gemüse und wenn Kartoffeln, sind es Süßkartoffeln, die auf den Rost kommen.“ Dass der Hülser öfter ins Schwitzen kommt, liegt nicht nur an der Glut. „Wir mussten in einem Wettbewerb einmal sieben Gänge für je elf Teller zubereiten, also 77 Teller in knapp vier Stunden füllen. Das ist schon harte Arbeit.“

Ein siebenköpfiges Team vom Fleischer- bis Konditormeister geht ihm zu Hand. „Wir proben mindestens sechsmal im Monat. Meine Frau und unser Kind machen das glücklicherweise mit.“ Dabei kommen dann Delikatessen wie Lachsfilets auf den Grill, die in hauchzarten Holzwraps gegart wurden. „Der leichte Holzgeschmack ist eine tolle Verbindung zu dem gleichzeitig eingerollten Pesto.“ Als Dessert hat er schon als Schwäne geformte Windbeutel mit Himbeercreme gegrillt. „Es macht Spaß, sich zu messen“, erklärt er die Teilnahme an den verschiedenen Wettbewerben. Ganz besonders spannend wird es, falls er in das Nationalteam kommt. „Es wird interessant, im Oktober in Hamburg im Finale der Grill-Giganten anzutreten.“