Ein Quartett auf großer Tour

Ein Quartett auf großer Tour

Die jungen Musiker von Multiphonic gehen auf Konzertreise durch Portugal. Sie spielen sogar in der Deutschen Botschaft.

Krefeld. Vier Krefelder Jungs auf Tournee durch Portugal — da denkt man eher an eine Rockband. „So fühlt es sich auch an“, versichert Simon Streit. „Nur die kreischenden Groupies bleiben aus.“

Streit und seine Musikerkollegen Christian Prehn, Fabian Blümke und Silas Kurth bilden das Saxophonquartett Multiphonic, das am Freitag zu einer spannenden Konzertreise aufbricht. Sieben Auftritte an acht Tagen wird das Ensemble absolvieren — von Lissabon bis Portimao. Dazwischen geht es mit dem Leihwagen quer durchs Land.

Die Reise wird durch ein Stipendium ermöglicht. Im Bewerbungsverfahren hat sich das Quartett, das an der Musikschule Krefeld vom Lehrer Laszlo Dömötör gegründet wurde, gegen harte Konkurrenz durchgesetzt. Zur Belohnung dürfen die Jungs nun eine Woche durch Portugal reisen. Neben den Konzerten stehen Workshops und Besichtigungen auf dem Programm.

Die Tour ist sicher der bisherige Höhepunkt in der Karriere des Quartetts, das 2011 den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ gewonnen und auch andere Auszeichnungen erhalten hat. Die jungen Musiker freuen sich darauf, ihr Programm mehrmals hintereinander und an verschiedenen Orten zu präsentieren — schließlich wird seit Monaten intensiv geprobt.

Ein besonderes Glanzlicht wird der Auftritt am 3. Oktober in Lissabon. „Es ist eine große Ehre, am Tag der Deutschen Einheit in der Botschaft die Hymnen von Deutschland und Portugal zu spielen“, betont Fabian Blümke.

Darüber hinaus freuen die Vier sich auch auf einen „Urlaub unter Freunden“: „Das Programm ist eng, aber wir hoffen, dass wir zumindest mal ins Wasser kommen“, sagt Blümke. Seit 2007 spielen die Jungs zusammen, und längst verbindet sie mehr als die Musik. Die Lebenswege haben sich zwar getrennt — so studieren Streit und Blümke inzwischen Medizin, Silas Kurth geht noch zur Schule und Christian Prehn verschwindet bald für ein Jahr nach Neuseeland. Doch Multiphonic soll auf jeden Fall bestehen bleiben.

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