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Ein dreifaches „Helau“ in der Kinderklinik

Ein dreifaches „Helau“ in der Kinderklinik

Weil die jungen Patienten draußen nicht dabei sein können, kommt die Oppumer Prinzengarde ins Helios-Klinikum.

Krefeld. Luftballons und bunte Girlanden schmücken den Raum, in den gerade die Oppumer Prinzengarde einzieht. Unter lauten „Helau“-Rufen verteilen die Narren Süßigkeiten an kleine Feen, Prinzessinen und Piraten. Die Kinder strahlen. Hätte Prinzessin Rosi I. nicht ein Tränchen verdrückt, könnte man glatt vergessen, dass man sich auf der Karnevalsfeier der Kinderklinik im Helios-Klinikum befindet.

„Wir wollen schunkeln, lachen, Süßkram essen und einfach mal die Sorgen vergessen“ ruft Kinderprinz Fabian I. den Anwesenden zu.

Fabian Blome und seine Eltern Andrea und Reiner, die gleichzeitig als Minister fungieren, sind nicht aus Zufall hier. Fabians Schwester Maria ist 2011 an Leukämie erkrankt und Patientin der Kinderkrebs-Station. „Mittlerweile kommen wir aber nur noch alle zwei Wochen zur Nach-Untersuchung her, seit Juli 2012 ist die Therapie vorbei“, sagt Andrea Blome.

Dass der Umgang mit der Krankheit viel Zeit in Anspruch nimmt, bekommen meist auch die Geschwister der erkrankten Kinder zu spüren, erklärt Blome: „Wir dachten, Fabian stand jetzt lang genug im Schatten seiner kranken Schwester und muss mal wieder in den Vordergrund gerückt werden.“ Nun ist er der Kinderprinz und hat sichtlich Spaß dabei.

Auch wenn die Session am Aschermittwoch endet, möchte er unbedingt weitermachen. An seiner Seite ist Prinzessin Annika I. „Wenn es eine sein soll, dann sie“, sagt er. Und noch jemand ist dabei: seine Schwester Maria. Sie ist mittlerweile ebenfalls Mitglied in der Oppumer Prinzengarde und Tanzmariechen bei den Minis.

Bereits zum zweiten Mal ist die Oppumer Garde im Helios und feiert mit den Kindern Karneval. „Wir machen circa vier Veranstaltungen dieser Art im Jahr. Mal ist es Puppentheater, oder ein Zauberer kommt“, verrät Judith Förster: „Es ist wichtig, dass die Kinder mal etwas anderes sehen.“

Förster ist seit 33 Jahren Erzieherin in der Kinderklinik und liebt ihren Beruf: „Es ist sicher nicht immer einfach, aber es ist ein toller, dankbarer Job und ich möchte keinen anderen haben.“ Dankbar sind auch die Kinder, denn neben einem fröhlichen Programm der Oppumer Prinzengarde gibt es an diesem Tag eben auch Geschenke und Süßigkeiten. Und die liebt sowieso jedes Kind.