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DRK: Erste Hilfe bei einem Notfall

DRK: Erste Hilfe bei einem Notfall

Das Deutsche Rote Kreuz zeigte, was man dabei beachten muss.

Krefeld. Es sind die ersten Sekunden und Minuten, die nach einem Herzstillstand entscheidend sind. „Der Stellenwert des Ersthelfers ist unermesslich“, sagt Timo Weber, Ausbildungsleiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Krefeld. Zusammen mit der Berufsfeuerwehr Krefeld, der Arbeitsgemeinschaft Wiederbelebung und dem Helios-Klinikum informierte das DRK im Schwanenmarkt über die lebensrettenden Ersthelfermaßnahmen nach einem Herzstillstand.

An Menschenpuppen konnten die interessierten Besucher — von den anwesenden Einsatzkräften angeleitet — ihre eigenen Erfahrungen bei der Ersthilfe machen. „Manche Leute denken immer, dass es reicht, den Notruf abzusetzen, bei einem Herzstillstand können jedoch die Ersthelfer durch ihren Einsatz dafür sorgen, dass beim Geschädigten keine bleibenden Schäden zurückbleiben und Leben retten“, erklärt Weber.

Unter dem Motto „Prüfen, rufen, drücken“ machten dabei auch Vincent van der Garde und Charlotte Hager ihre praktischen Erfahrungen an den menschlichen Puppen. „Es ist einfach wichtig zu wissen, wie man richtig wiederbelebt“, sagt der 16-jährige Vincent. „Nachher möchte man bei so einem Notfall mal helfen, weiß aber gar nicht, wie es richtig geht.“

Das richtige Handeln sieht folgendermaßen aus:

Prüfen — Ist der Patient noch bei Bewusstsein, ist er ansprechbar?

Rufen — Die Notrufnummer 112 wählen und Hilfe holen.

Drücken — Ist der Patient nicht ansprechbar und atmet nicht, dann muss im Takt von 30 Mal Drücken auf das Brustbein gefolgt von einer zweimaligen Mund-zu-Mund-Beatmung dafür gesorgt werden, dass das Blut im Körper weiter zirkuliert. „Dies macht man so lange, bis der Notarzt eintrifft“, so Weber.

Die Anteilnahme an den praktischen Übungen hielt sich jedoch in Grenzen. „Viele haben noch Berührungsängste und trauen sich nicht an das Thema heran“, so Weber, der zusammen mit seinen Kollegen trotzdem viele Flyer verteilen und Fragen beantworten konnte, um so das richtige Handeln bei Herzstillständen aufzuzeigen.