Nachruf: Dr. Klaus-Dieter Grosser ist gestorben

Nachruf: Dr. Klaus-Dieter Grosser ist gestorben

Krefeld. Der langjährige Direktor der Medizinischen Klinik I des städtischen Klinikums am Lutherplatz, Professor Dr. Klaus-Dieter Grosser, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Grosser hatte in Krefeld maßgeblichen Anteil an der Gründung der Stiftung Herzchirurgie und am Aufbau der Klinik für Herz- und Neurochirurgie.

Außerdem gilt es als Pionier des Notarztwesens. Unter seiner Leitung wurde der Notarztdienst in Krefeld eingeführt.

Für seine außerordentlichen Verdienste und sein breites ehrenamtliches Engagement war ihm vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz verliehen und im März 2000 vom damaligen Krefelder Oberbürgermeister Dieter Pützhofen überreicht worden. Grosser kam 1977 nach Krefeld und leitete die Klinik bis Anfang 1999. Bei seiner Verabschiedung sprachen zehn Redner über die Verdienste des Mediziners.

Als Würdigung seiner wissenschaftlichen Leistungen auf allen Gebieten der internistischen Intensivmedizin erhielt er von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin 1999 die E.-K.-Frey-Medaille in Gold. Der weit über Krefeld hinaus bekannte Kardiologe hatte 1978 in Krefeld den Kongress der Deutschen und Österreichischen Gesellschaft für internistische Intensivmedizin ausgerichtet, deren Präsident er auch mehrere Jahre lang war. Grosser gehörte 1982 zu den ersten Besuchern aus dem Westen, die in Kiew Einblicke in das sowjetische Gesundheitssystem erhielten.

Anlass der Reise war ein Symposium in der ukrainischen Stadt. Im Jahr 1992 wurde er mit der Medica-Plakette für seinen Einsatz als Referent der gleichnamigen Fachmesse in Düsseldorf ausgezeichnet.

Der Mediziner wurde in Liegnitz (Niederschlesien) geboren. Nach seinem Studium war er Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Pathologischen Institut der Universität Frankfurt. Als wissenschaftlicher Assistent arbeitete er von 1962 bis 1964 am Kerckhoff-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Bad Nauheim. Im Jahr 1965 erhielt er eine Anstellung als wissenschaftlicher Assistent an der Kölner Uni-Klinik, wo er 1970 Oberarzt, 1974 wissenschaftlicher Rat und Professor wurde. Red