Deutsch-Griechisches Fest: Homers Erben tanzen in der Gesamtschule Kaiserplatz

Deutsch-Griechisches Fest: Homers Erben tanzen in der Gesamtschule Kaiserplatz

Krefeld. Der griechische Salat kommt aus Afrika. Czegay Kessette schleppt eine große Metallschüssel zum meterlangen Buffet in der Aula der Gesamtschule Kaiserplatz. Die junge Frau aus Eritrea ist Mutter von Philmon, der die Klasse 5e besucht.

Eine Klasse, in der teilweise in griechischer Sprache unterrichtet wird.

Mary Akrivi wiederum ist Lehrerin in dieser Klasse und heute mit ihren Jungen und Mädchen für das leibliche Wohl der über 200 Besucher zuständig. Die aus Hellas stammende Pädagogin lacht: „Einmal im Jahr feiern wir das griechisch-deutsche Fest und lassen es uns gutgehen.“ Eltern, Freunde, Restaurants ehemaliger Schüler beliefern die kulinarische Strecke.

„Wir sind aber nicht auf Griechenland begrenzt, wir sind international, zwinkert Akrivi und weist auf Börek mit Käse oder türkische Pizza, Couscous-Salat oder mexikanischen Schichtsalat hin. Aber natürlich gehören zum Büffet hellenische Spezialitäten wie Moussaka, Bifteki, Blätterteig mit Spinat, Gyros oder Hähnchen.

Des Rauchs wegen vor die Aula verbannt, ist das Souvlaki-Team um Antonios Samlidis, der von seinem Sohn Simeon, Ex-Schüler der Gesamtschule, unterstützt wird. Der Duft des Holzkohlengrills ist schon auf der Straße zu riechen. Rund 400 Spießchen stehen für die Besucher bereit. Um den Verkauf kümmert sich Lena Tasku, deren beiden Töchter ebenfalls zu den Absolventinnen der Schule gehören.

Georgios Dimitroulis organisiert die 22. Auflage des Festes zum siebten Male. Er ist Lehrer für Sport, Deutsch und Informatik und unterrichtet die 7e, die heute für den Getränkenachschub der Gäste verantwortlich ist, einschließlich der Abrechnung. Der Vorsitzende des griechischen Elternvereins: „Wir haben ganz zivile Preise. Alles, was hier an Essen und Getränken eingenommen wird, fließt in die Klassenkassen.“ Finanziert werden sollen damit vor allem die Klassenreisen in die griechische Partnerschule. „Das ist ja ziemlich kostspielig und wir wollen damit vor allem die Eltern entlasten.“

Die Krise und die Sorgen um die griechische Zukunft spielen in vielen Gesprächen eine Rolle. Aber vor allem die Fröhlichkeit bestimmt den Abend. Die Gruppe „Fatses“ (Die Gesichter), ein Trio aus Krefeld und Duisburg, spielen traditionelle Folklore. Schüler zeigen tanzend, dass sie neben der Sprache auch die Kultur der Heimat Homers gelernt haben.