Azubi-Abo: Wer liest, kann mitreden

Azubi-Abo: Wer liest, kann mitreden

Die WZ begleitet acht Auszubildende der Firma Fressnapf jetzt ein Jahr lang durch die Ausbildung.

Krefeld. Gespräche mit Kunden, Franchise-Partnern oder auf Messen — wer über das aktuelle Geschehen auf dem Laufenden ist, der ist für solche Situationen gewappnet. Denn wer Zeitung liest, kann mitreden. „Das ist auch ein Grund für uns, bei dem Projekt Azubi Abo dabei zu sein“, sagt Franziska Weber, Ausbildungsleiterin der Firma Fressnapf. Acht Auszubildende zum Groß- und Außenhandelskaufmann nehmen jetzt an dem Projekt teil. Weitere Unternehmen in der Region folgen in den nächsten Wochen.

Wesentlicher Bestandteil des Projektes: Die Ausbildungsbetriebe melden die Teilnehmer an. Die Auszubildenden erhalten die Westdeutsche Zeitung für ein Jahr. Bei der Lektüre werden die jungen Leute individuell begleitet. Sie bekommen dazu medienpädagogisch aufbereitetes Projektmaterial, das vom Mediaconsulting Team Dortmund konzipiert wurde.

Wer regelmäßig Zeitung liest, wird klüger. Das haben Wissenschaftler in unterschiedlichen Studien herausgefunden. Nicht nur ein Wissenszuwachs an Allgemeinbildung, bei der Rechtschreibung oder der Medienkompetenz ist festzustellen, auch bei Problemlösungen und in Mathematik. Auszubildende, die an solchen Projekten teilnehmen, haben zudem bessere Abschlüsse als Nicht-Leser.

Das WZ-Projekt wird ebenfalls wissenschaftlich begleitet. Das Mediaconsulting Team führt dazu die Begleitforschung durch: Monatlich wird ein Quiz an die Teilnehmer verschickt. Zum Projektbeginn und am Ende werden die Teilnehmer befragt — auch zum Mediennutzungsverhalten.

„Da wurde mir bewusst, dass ich mich bisher hauptsächlich übers Radio informiere. Wenn mich etwas besonders interessiert, dann schaue ich es im Internet nach. Das ändert sich jetzt bestimmt“, sagt Auszubildende Tanja Andrä. Sie erhofft sich von dem Projekt, künftig Zusammenhänge besser verstehen zu können. Auch Henning van Wershofen ist gespannt, inwieweit sich sein Allgemeinwissen verbessert.

„Es gibt viele Gründe, die für das Zeitunglesen sprechen. Es hilft auch im Privaten, wenn man zum Beispiel einen Kinobesuch plant — ohne viele Klicks“, sagt Redaktionsleiterin Dagmar Groß.

Mehr von Westdeutsche Zeitung