Amnesty-Jubiläum: Ein Zeichen der Solidarität

Amnesty-Jubiläum: Ein Zeichen der Solidarität

Gottesdienst zum Amnesty-Jubiläum.

Krefeld. Am Samstag wird die Menschenrechtsorganisation Amnesty International 50 Jahre alt. Vor 42 Jahren gründete sich die Krefelder Gruppe. Mit einer Reihe von Veranstaltungen feiert Amnesty auch in Krefeld seinen Geburtstag.

Zum Auftakt versammelten sich in der Friedenskirche rund 200 Menschen zum Gottesdienst. „Wir wollen ein Zeichen der Solidarität, der Kraft und des Mutes nach draußen senden“, sagte Pfarrerin Sylvia Pleger.

Der Dio-Chor unter der Leitung von Hans-Jörg Böckeler übernahm mit Mut machenden und teilweise beklemmenden Liedern den musikalischen Teil. Die Krefelder Amnesty-Gruppe schilderte in ihren „Texten über Inhaftierte“ aktuelle Fälle von Ungerechtigkeit und Unterdrückung. „Es ist nicht wahr, dass du allein bist“, wurde die Theologin Dorothee Sölle zitiert.

Und auch Nikolaus Schneider, Präses der evangelischen Kirche im Rheinland, bezog sich auf Sölle. „Da kann man nichts machen“ sei ein gottloser Satz. Schneider zeigte auf, dass vor Gott letztlich jene Tage zählen, an denen man seinen Mitmenschen Gutes getan habe. „Unrecht, Tod und Gewalt haben nicht das letzte Wort“, so Schneider in seiner Predigt.

Heute (Einlass ab 19.30 Uhr) gehen die Veranstaltungen zum Amnesty-Geburtstag mit einem Konzert der drei Krefelder Bands Perhaps, Steh auf Records und den Whikings in der Kulturfabrik weiter. Die Veranstaltung beginnt um 20.30 Uhr. jyz

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