Unter Wasser entspannen

Der Elbsee ist das Tauchgebiet im Süden. Zuerst wird aber im Hallenbad trainiert.

Düsseldorf. Unter Wasser hören Taucher nichts außer dem eigenen Atem. Abtauchen und entspannen, das fasziniert an dem Sport. „Es ist so ruhig. Ich komme beim Tauchen runter“, erklärt Ralf Keppler, zweiter Vorsitzender des Düsseldorfer Tauchverbandes.

Der Elbsee ist Tauchgebiet in Düsseldorf. „Das ist wirklich ein Privileg, weil der See ökologisch toll geeignet ist zum Tauchen“, sagt Keppler.

Wie zum Beweis tauchen seine Ehefrau Marion mit dem gemeinsamen 13-jährigen Sohn Johnas unter. Sie schwimmen sieben Meter tief, und sind vom Ufer aus trotzdem gut zu sehen. „Unter Wasser kann man zwischen fünf und zehn Meter weit sehen. Andere Seen sind für eine solche Sichtweite zu trüb“, so Keppler.

Es gibt einen Unterschied zwischen Freizeit- und Sporttauchern. Den sieht Keppler in der Professionalität. „Ein Freizeittaucher muss immer jemanden dabei haben, der ihn lebend aus dem Wasser bringt. Sporttaucher können sich selbst navigieren und sind trainiert. Sie wissen, worauf sie in unterschiedlichen Umgebungen achten müssen“, sagt er. In Ägypten muss ein Taucher wissen, dass er die Korallen nicht berühren darf. In Deutschland muss der Grund ertastet werden, wenn die Sicht schlecht ist.

Im Elbsee gibt es keine bunten Fische und Korallen, aber es können Hechte, Barsche oder Karpfen beobachtet werden. „Die Jahreszeiten wirken sich auch unter Wasser aus. Nachts sieht man Fische schlafen und je nach Lichteinfall sehen die Pflanzen anders aus“, erklärt Keppler.

Wer in den Sport reinschnuppern möchte, fängt im Hallenbad an. Die Ausrüstung wird von den Vereinen gestellt. Unterrichtsstunden gibt es regelmäßig von ausgebildeten Tauchlehrern, die in den Vereinen ehrenamtlich arbeiten. Eine Mitgliedschaft kostet etwa 100 Euro im Jahr.

Dafür kann man nach der Ausbildung weiter trainieren und findet auch schnell Leute, mit denen man gemeinsam tauchen gehen kann. „Unter Wasser geht man nur zu zweit, es könnte sein, dass der Atemregler ausfällt oder einem schwindlig wird“ sagt Keppler. Für alle, die nur für einen Urlaub tauchen lernen wolle, bieten auch Tauchschulen Unterricht an.

Absolute Ausschlußkriterien für diesen Sport sind allerdings Herz- und Nervenerkrankungen. „Tauchen kann einfach auch mal gefährlich werden, da sollte man kein Risiko eingehen“, warnt Keppler.

Um in kalten Gewässern überhaupt tauchen zu können, muss die Ausrüstung stimmen. Insgesamt muss da mit Kosten von 1000 Euro gerechnet werden. Zu Beginn werden die Sachen vom Verein gestellt, einige Teile der Ausrüstung können auch gebraucht erworben werden.

Keppler rät Interessierten dazu, den Sport einfach mal auszuprobieren. „Ich wurde beim ersten Tauchgang infiziert, es die Faszination des Schwebens, die mich so begeistert hat.“