Die neuen Kirmes-Attraktionen im Test

Wie viel Action bietet das Gerät Super Chaos? Wie familientauglich ist das Fun House? Die WZ hat es ausprobiert.

Düsseldorf. Die Rheinkirmes bietet neue Attraktionen. Vier der acht Neuen haben wir getestet.

Foto: Sergej Lepke

Das Gerät Super Chaos ist eine riesige 30 Meter hohe Schaukel. Das Modell an und für sich kennt man schon aus vorigen Jahren von der Rheinkirmes. Eine große Schaukel schwingt auf und ab, am unteren Ende sind die Sitze in einem Kranz angeordnet. Das Besondere am Super Chaos: Die Sitze sind zudem noch in Vierer Gruppen sortiert. So bekommt die Schaukel einen weiteren Drehfaktor.

Foto: Sergej Lepke

Eine weitere Neuheit: Nicht mehr ein großer Strang hält den Sitz-Kranz, sondern zwei große Balken, die wie ein V angeordnet sind. Dadurch läuft das Gerät ruhiger als die meisten Kirmesgeräte. Für das Super Chaos muss man zwischen 140 und 195 Zentimeter groß sein. Ab acht Jahren kann man sich hier drauf trauen. Der Preis pro Person liegt bei vier Euro.

Foto: Sergej Lepke

Die kurze Fahrtzeit des Super Chaos hilft dabei, kein Chaos im Magen anzurichten. Aber auch die V-Halterung unterstützt und die Bewegungen des Armes sind angenehm sicher. Das Gerät ist definitiv nichts mehr für leichte Gemüter, aber für die wahren Adrenalinjunkies müssten es trotzdem mehrere Runden sein.

Foto: Sergej Lepke

Action-Faktor: + + + +

Spaß: + + +

Preis/Leistung: + + +

In der Villa Wahnsinn herrscht schon auf der ersten Etage totales Durcheinander. Ein Glaslabyrinth führt in die zweite Etage, in der man sich vorkommt, wie in einer Waschstraße ohne Wasser. Man kämpft sich durch große Rollen und über Seile sowie unter ihnen hindurch. Über eine Treppe kommt man wieder runter, wo einige Wackelbrücken und ein Ballparadies lauern. Das ist wohl auch der Höhepunkt der gesamten Anlage. Die Villa Wahnsinn ist eher für die ganz Jungen und Familien gemacht. Im Vergleich zu den anderen Belustigungshäusern kann sie ansonsten mit drei Euro pro Person nicht mithalten.

Familie: + + + + +

Spaß: + +

Preis/Leistung: + +

Das High Impress sieht aus wie ein riesiger Arm, der einen Teller hält. Bedruckt ist er mit Stromkästen und heißen Dämpfmaschinen. Das Ganze wirkt hoch explosiv. Kein Unterschied zwischen Erwachsenem oder Kind: Ab 130 Zentimeter und für 3,50 Euro fährt man hier mit. Ein besonderer Service: Am Eingang hängt ein Korb, in den man seine Wertsachen packen kann.

Bitter nötig, das Gerät wirbelt so schnell hin und her, dass man mal einen Schlüssel verlieren kann. Jede Fahrt geht ca. vier Minuten. Auf dem Teller sind kleinere frei bewegliche Teller mit jeweils drei Sitzen verteilt. Durch die Bewegung des großen Armes bekommen beide Teller Schwung. Die Fliehkraft drückt so immer wieder nach außen. Ein wenig fühlt man sich wie in einer kaputten Zentrifuge.

Umso schneller der Arm hin und her wirbelt, umso stärker wird man in die Kurve gedrückt. Alles in allem macht High Impress Spaß. Für wahre Adrenalinjunkies ist es aber mehr ein Aufwärmer, da geht einiges mehr. Für die sanfteren Gemüter ist das Gerät wiederum ein schönes Finale.

Action Faktor: + +

Spaß: + + + +

Preis/Leistung: + + +

Das XXL Fun House ist die einzige Belustigungsanlage ihrer Art mit einer dritten Etage auf der Rheinkirmes. Hier zahlt der Erwachsene 3,50 und das Kind 2,50 Euro. Wie mehrere dieser Spaß-Häuser bieten die Veranstalter auch eine Gaudi-Brille an. Durch sie sieht man die Lichter wie durch einen Regenbogen, am besten wirkt sie abends. Hier lohnt es sich, mit Freunden oder den Kindern durchzulaufen. Dann wird der Besuch ein großer Spaß. Der Boden wackelt einem immer wieder unter den Füßen weg und die Treppen bewegen sich wild auf und ab. Leider hält die Rutsche (Bild 5) nicht was sie verspricht, da bieten die meisten Spielplätze bessere Rutschpartien.

Familie: + + + + +

Spaß: + + + +

Preis/Leistung: + + +