Rosenmontag: Retter hatten alle Hände voll zu tun

Rosenmontag: Retter hatten alle Hände voll zu tun

Betrunkener 16-Jähriger musste ins Krankenhaus, 20-Jähriger badete im Kö-Graben.

Düsseldorf. Den ersten betrunkenen 16-Jährigen tragen die Sanitäter am Montag gegen 13 Uhr in eines der Johanniter-Zelte an der Kö. Der junge Mann im Tarnanzug wird auf eine Pritsche gelegt, ein Arzt eilt herbei, um sich ein Bild von seinem Zustand zu machen. Der 16-Jährige gibt keinen Mucks mehr von sich. Also rücken die Kollegen vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) an, um ihn ins Krankenhaus zu bringen. Insgesamt wurden am Montag 18 Patienten ins Krankenhaus gebracht.

„Ansonsten ist es heute relativ ruhig. An Altweiber und dem Karnevalssonntag ist wesentlich mehr los“, sagt Johanniter-Sprecher Nils Walter. Bis gegen 17 Uhr musste die Truppe in ihren beiden Zelten 35 Patienten behandeln. Die meisten von ihnen hatten zu viel getrunken, einige wenige kamen mit Schnittverletzungen, ein Mann musste nach einer Schlägerei behandelt werden. „Ein 20-Jähriger hielt es für eine gute Idee, im Kö-Graben baden zu gehen. Der kam dann völlig nass bei uns an“, sagt Walter. Körperlich ist der Schwimmer aber unversehrt geblieben. Seine Freunde haben ihm jeweils ein Kleidungsstück geliehen, so konnte er entlassen werden.

77 Rettungseinsätze und Hilfsleistungen hat zudem das DRK bearbeitet. Die Helfer betreuten ein Zelt am Burgplatz. Insgesamt hatten alle Sanitäts- und Rettungsdienste inklusive der Feuerwehr 166 Einsätze.

Eine durchweg positive Bilanz zog am Montagabend auch die Polizei, die mit 900 Beamten im Einsatz war: „Die Jecken feierten friedlich“, sagt Gesamteinsatzleiter Georg Schulz. Acht (2012: 4) zum Teil alkoholisierte Randalierer verbrachten den Tag in Gewahrsam, sechs (10) Verdächtige wegen Körperverletzungsdelikten wurden festgenommen, 24 (17) Platzverweise für die Innenstadt wurden verteilt. Auch der Ordnungsdienst hatte zu tun: 21 (34) Falschparker landeten am Haken.

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