Fußball-Training mit den Profis

Fußball-Training mit den Profis

Pankok-Schulleiter über die Kooperation mit der Fortuna.

Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf und die Hulda-Pankok-Gesamtschule haben eine Kooperation geschlossen. Der Fußballverein sorgt sich um die Ausbildung seiner Nachwuchskicker und will zusätzliches Training an der Schule anbieten. Wir sprachen mit dem kommissarischen Schulleiter Thorsten Gruschke.

Herr Gruschke, wie soll die Kooperation zwischen Verein und Schule aussehen?

Gruschke: Wir wollen ab kommendem Jahr zwölf Plätze für talentierte Nachwuchsfußballer reservieren, die durch unsere Sportlehrer und Fortuna-Trainer bei einem Sichtungstermin ausgesucht werden. Dabei ist es egal, bei welchem Verein die Kinder spielen.

Und wie soll das Training ablaufen?

Gruschke: Es ist zum Beispiel geplant, dass ältere Fortuna-Spieler und Nachwuchstrainer an der Schule Arbeitsgemeinschaften für unsere Schüler anbieten und Trainingseinheiten während morgendlicher Freistunden leiten. Das Training der Fußballer im Verein findet nachmittags bei der Fortuna statt.

Welche Vorteile ziehen die Schule und der Verein daraus?

Gruschke: Die Schule versteht und identifiziert sich als Düsseldorfer Schule und ist froh, mit der Fortuna einen erfolgreichen Partner aus dem Bereich des Fußballs an ihrer Seite zu haben. Ein Bestandteil des Kooperationsvertrages ist die individuelle Förderung. Im Rahmen der schulischen Förderung bieten wir Trainingsmöglichkeiten innerhalb des schulischen Alltags an.

Fortuna stellt hierfür die Trainer. Den besonderen Anforderungen vonseiten des Sports wie vonseiten der Schule an Leistungssport treibende Jugendliche wird durch solch eine Kooperation Rechnung getragen.

Was bedeutet das konkret?

Grsuchke: Besondere individuelle Förderangebote wie Hausaufgabenbetreuung, Fachförderung und Silentium, eine breite Differenzierung der Lernfächer, organisatorische Absprachen, all das sind Voraussetzungen, unter denen sich Jugendliche erfolgreich in der Partnerschaft "Schule und Sport" entwickeln können.

Die Sportler sollen die Schule verlassen und den größten Teil ihrer Schul- und Hausaufgaben erledigt haben. Sie können sich dann ganz auf den Sport und das Training konzentrieren. Außerdem sind für den Vereins-Nachwuchs gerade an einer Gesamtschule optimale Ausbildungsbedingungen gegeben: Nicht jeder Fußballer will Abitur machen, aber jeder soll die Möglichkeit dazu haben.

Ist die Partnerschaft eine Alternative auf dem Weg zum sportlichen Profil, nachdem die Bewerbung als NRW-Sportschule gescheitert ist?

Gruschke: Die Affinität der Schüler auch zum sportlichen Bereich ist Teil unseres Schulkonzeptes und war damals Grund für die Bewerbung. Auf dieser Basis ist die Fortuna, wie auch schon vor etwa zwei Jahren die DEG, zur Entwicklung der Partnerschaft "Schule und Sport" an uns herangetreten. Maßgeblich dabei ist die abgestimmte individuelle Förderung von "Sport und Schule". Wir freuen uns, nun zusammen mit der Fortuna in den nächsten Jahren diese Kooperation entwickeln zu können.

Mehr von Westdeutsche Zeitung