Start für den Schulpreis 2010

WZ und Electronic Partner suchen wieder die besten Ideen aus den Schulen. Geld- und Sachpreise in Höhe von 15.000 Euro sind zu gewinnen.

Düsseldorf. Am Anfang war eine Adventsaktion. 24 Mal 500 Euro gingen im Jahr 2007 an diejenigen Düsseldorfer Schulen, die mit außergewöhnlichen Projekten eine lernfreundliche Umgebung schaffen.

Die Fülle an Ideen, das Engagement der Kinder, Eltern und Lehrer waren so überzeugend, dass die Aktionpartner Westdeutsche Zeitung und Electronic Partner beschlossen: Die Schulen sollen fortan in jedem Jahr die Chance erhalten, der Öffentlichkeit zu zeigen, was in ihnen steckt, und dafür ausgezeichnet werden.

Am MIttwoch fällt der Startschuss für die nächste Runde, mitmachen können alle Schulen. Auch wer sich schon einmal beteiligt, aber kein Glück gehabt hat, ist eingeladen, sich wieder zu bewerben - auch mit demselben Projekt.

Zum dritten Mal wird der Schulpreis in Düsseldorf vergeben. Er ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert und wird in den drei Kategorien Grundschulen, weiterführende Schulen, Förderschulen/Berufskollegs verliehen.

In den vergangenen zwei Jahren haben sich fast 100 Schulen mit mehr als 140 Projekten beworben. Sie haben sich entschlossen, nicht mehr nach Schema F zu verfahren, um die Kinder aufs Leben vorzubereiten. Ein hart umkämpfter Arbeitsmarkt verlangt mehr als stupides Büffeln, die geistige Bildung junger Menschen zusätzliche Angebote. Schulen haben auf diese Herausforderungen mit mehr Kreativität reagiert, als bekannt ist.

Wer weiß schon, dass Grundschulen ein differenziertes Streitschlichter-Programm auf die Beine stellen, damit die Kinder beim Zanken den Respekt voreinander nicht verlieren. Dass schon Drittklässler Nachbarschaftshilfe bei Senioren leisten, Jugendliche ihr Schulbüdchen selbst bauen, dass Oberstufenschüler Verantwortung für Jüngere übernehmen.

Zu den Siegern des vergangenen Jahres gehörte die Dieter-Forte-Gesamtschule, an welcher Lehrer und Schüler ausschließlich in Eigenarbeit die 20.000 Titel ihrer Bücherei elektronisch erfassen.

Den ersten Platz machte die Georg-Schulhoff-Realschule, deren Umwelt-AG sich nicht nur für den Schulgarten, sondern für das gesamte Gelände und auch die Klassenzimmer verantwortlich fühlt. Beide Projekte zeigen: Schule als reiner Lernort ist überholt, sie ist ein Mikrokosmos mit großem Bedarf an Gestaltung.

Zugleich haben Schulen immer deutlicheres Interesse daran, dass ihre Initiativen, Projekte und Arbeitsgemeinschaften wahrgenommen werden. Der Konkurrenzkampf ist groß, die Ansprüche der Eltern hoch. Gymnasien, Realschulen, Hauptschulen, Berufskollegs und Grundschulen können und wollen dem genügen. Der Schulpreis bietet eine Plattform für ihre Bemühungen.

Vita: Jacques Tilly wurde in Düsseldorf geboren und ist 46 Jahre alt. Er studierte Kommunikationsdesign. Seit 1983 arbeitet er als Wagenbauleiter für den Rosenmontagszug. Seine oft sehr provokanten Wagen sorgen immer wieder für Diskussionen, beispielsweise bei der Kirche. Die politischen Mottowagen zieren bundesweit alljährlich die Titelseiten der Zeitungen. Tilly gehört zum Kuratorium der humanistischen Giordano-Bruno-Stiftung.

Schule: Tilly kooperiert regelmäßig mit Schulen und erarbeitet mit ihnen Großplastiken. Wie sein Großvater und Vater besuchte er das Comenius-Gymnasium, auf das nun auch sein ältester Sohn Camillo (11) geht.

Sie können für Ihre Bewerbung auch unser digitales Formular nutzen, das Sie bequem am Computer ausfüllen können. Und das geht so:

1. Sie laden Sie sich das Formular hier herunter.

2. Sie füllen es am Bildschirm aus.

3. Sie speichern es auf Ihrem Computer ab.

4. Sie schicken es per E-Mail an sema.kouschkerian@westdeutsche-zeitung.de

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