Kategorie Weiterführende Schule: Junge Umweltschützer auf Platz eins

Kategorie Weiterführende Schule: Junge Umweltschützer auf Platz eins

Drei ambitionierte Projekte haben hier das Rennen gemacht, alle haben starken Bezug zur Welt außerhalb der Schule.

Düsseldorf. Die Jury hat es beim Schulpreis gewöhnlich nicht leicht. Das zeigte sich auch in diesem Jahr wieder, nicht zuletzt bei den weiterführenden Schulen, wo auch noch mehrere Schulformen sich um die Preise bewerben. Entsprechend groß war die Vielfalt der Projekte, mit welchen sich Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Gymnasien am Wettbewerb beteiligten.

Schüler und Lehrer — manchmal gemeinsam mit Eltern oder außerschulischen Partnern — drehten Filme zur Geschichte in Düsseldorf, verschönerten im Gebäude in Eigeninitiative oder bauen gerade einen Entspannungsraum auf. Dies sind nur einige Beispiele, die wir leider nicht mit einem Preis bedenken konnten.

Gewinner ist ein Projekt geworden, das schon sehr lange läuft: Das Geschwister-Scholl-Gymnasium hat sich vor langer Zeit Engagement für Umwelt und Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben und sich stellvertretend für die vielfältige Aktivität mit drei Initiativen beworben. Das Eine-Welt-Projekt gibt es schon seit 20 Jahren, die Kinder verkaufen fair gehandelte Produkte und sammeln jedes Jahr säckeweise Korken zum Recyclen. Der Erlös geht an ökologische Projekte.

Auch einen Schulgarten gibt es schon lange, hier wird „Bio“ gepflanzt, vor zwei Jahren hat die Garten-AG zudem Obstbäume mit alten Sorten angepflanzt, um einen kleinen Beitrag zur Pflanzenvielfalt zu leisten und natürlich auch, um selber leckere Äpfel zu ernten. Das Projekt trägt auch in den Familien Früchte: „Man achtet zu Hause auch mehr auf Mülltrennung und was eingekauft wird“, sagte die 13-jährige Nina.

In eine ganz andere Richtung geht der zweite Preis, den das Gymnasium Gerresheim („Poth“) erhält, das sich mit „Kunst und Alchemie“ beworben hat. Eine Schülergruppe arbeitet an den Vorbereitungen für die gleichnamige Ausstellung mit, die bald im Museum Kunstpalast eröffnet wird. Die jungen Leute haben sich nicht nur intensiv mit Alchemie beschäftigt und ihrem Einfluss auf die Bildende Kunst, sondern auch Texte geschrieben, die sie dann selber auf Audio Guides für junge Besucher sprechen. Künstlerisch haben sich die Jugendlichen auch betätigt, die Ergebnisse werden in der Schule ausgestellt und im Museum Kunstpalast.

Auch die Freiherr-vom-Stein-Realschule hat sich einen Partner gesucht, eine ganz besondere Schule in Israel. Die School of Peace ist eine von ganz wenigen Schulen im Land, an der israelische und arabische Kinder gemeinsam lernen — die Schule in Bilk sieht Gemeinsamkeiten: auch hier prallen unterschiedliche Kulturen und Religionen aufeinander. Nun wollen beide Seiten sehen, wie im anderen Land das Zusammenleben gestaltet wird. Dazu wollen die Schüler sich parallel mit Themen wie Konfliktmanagement beschäftigen, aber auch die Bewegungen von Zugvögeln zwischen Mitteleuropa und Nahost beobachten und sich darüber austauschen.

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