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Förderschüler in der Lehrerrolle - zwei Schulen 2011 auf dem ersten Platz

Förderschüler in der Lehrerrolle - zwei Schulen 2011 auf dem ersten Platz

Hilfskoch-Azubis bringen Kindern gute Ernährung bei.

sseldorf. Gleich zwei Schulen teilen sich in diesem Jahr den ersten Preis. Das Albrecht-Dürer-Berufskolleg gehört seit Beginn zu den erfolgreichsten Teilnehmern des Schulpreises. In diesem Jahr überzeugte die Schule mit dem Projekt „Köche coachen Kinder“. Künftige Hilfsköche zeigten Grundschülern, wie man eine gesunde Mahlzeit bereitet. So wurden auch die sozialen Fähigkeiten der einstigen Förderschüler geschult. Heraus kam eine Aktion, von der alle profitierten und die in diesem Jahr wiederholt werden soll.

Die Schüler der Franz-Marc-Förderschule haben einen Austausch mit einer Schule in Manchester gemacht. Beim gegenseitigen Besuch — für viele die erste echte Auslandsreise — entstand ein Theaterstück, das am Ende aufgeführt wurde. Englisch ist nun Unterrichtsfach, auch die Einrichtung einer regelmäßigen Schulversammlung wurde aus England übernommen. Gerade läuft die Bewerbung für ein Folgeprojekt.

Auch der zweite Preis wird zweimal vergeben. Die Theodor-Andresen-Förderschule hat eine Gedichtewerkstatt angeboten. Während sogar an Gymnasien viele Schüler vor Lyrik zurückschrecken, fanden Jugendliche hier einen Zugang und schrieben am Ende eigene Texte, die sie in der Schule präsentierten.

Das Heinrich-Hertz-Berufskolleg wird für gleich zwei Projekt ausgezeichnet. In einer Elektrotechnik-Klasse sind Schüler dabei, eine Trinkwasser-Maschine in vielerlei Hinsicht technisch zu verbessern. Sie versorgt die Bevölkerung im Katastrophenfall. Außerdem hat die Schule ein integriertes Studium mit der Fachhochschule aufgelegt, das Ausbildungszeiten verkürzt.

Die Alfred-Herrhausen-Förderschule will eine Schulterrasse bauen und hat sich dafür Partner gesucht. Mit der Fachhochschule entwickelten Jugendliche Entwürfe, Schüler des Albrecht-Dürer-Berufskollegs ersannen eine Info- und Werbekampagne, um Sponsoren zu gewinnen. Die Schüler gehen selber an die Öffentlichkeit, um ihr Projekt vorzustellen.