Erste Ideen für den WZ-Schulpreis

Noch bis 23. Dezember können sich alle Schulen mit ihren Projekten bewerben.

Düsseldorf. Stress als Phänomen des modernen Alltags ist vielen vertraut — aber nicht unbedingt Kindern. Doch schon der Start in die weiterführende Schule mit mehr Leistungsdruck, neuen Mitschülern und Lehrern ist für viele junge Menschen auch eine Belastung. Um ihnen zu helfen damit umzugehen, rief das Rückert-Gymnasium das Programm „Snake and Move“ ins Leben.

Das Rather Gymnasium ist eine der Schulen, die sich um den fünften Düsseldorfer Schulpreis von Westdeutscher Zeitung und ElectronicPartner beworben haben. Noch bis 23. Dezember läuft die Anmeldefrist, alle Düsseldorfer Schulen sind aufgerufen, mit Projekten und Initiativen teilzunehmen, es winken Preisgelder von insgesamt 15 000 Euro. Die Schirmherrschaft hat wieder Karnevalswagen-Baumeister Jacques Tilly übernommen.

Das Projekt „Snake and Move“ am Rückert bietet die Sportlehrerin und Psychologin Katalyn Weber für Fünftklässler an. In einer Doppelstunde am Nachmittag vermittelt sie den Kindern, wie sie Stress erkennen können: „Dann sollen sie selber Wege finden, damit umzugehen.“ Weber hilft ihnen dabei und macht sportliche Angebote, um dem Bewegungsdrang der Kinder entgegen zu kommen und auch dadurch Stress abzubauen.

Solche Projekte wollen wir mit dem Düsseldorfer Schulpreis würdigen. Das geschieht nicht nur durch die Geldpreise, mit denen die besten Projekte bedacht werden. Zugleich bekommen Lehrer, Schüler und Eltern eine Rückmeldung auf ihr Tun.

Es wird bekannt, was die Schulen neben ihrer ganz regulären Arbeit alles leisten. Das ist nicht nur für viele Eltern interessant, die wissen wollen, was an den Schulen passiert. Die vorgestellten Projekte können auch anderen Schulen als Vorbild dienen.

Zu den Bewerbern zählt außerdem die Heinrich-Heine-Grundschule in Heerdt, die ein Elterncafé eingerichtet hat. Hier finden auf Wunsch der Eltern einmal im Monat Themennachmittage statt, an denen Experten teilnehmen und wo Eltern ihre Fragen loswerden können.

Wie die Schule berichtet, haben sich durch das Café nicht nur viele Kontakte unter Eltern ergeben und verstärkt. Auch die Hemmschwelle, sich mit Problemen an die Sozialarbeiterin der Schule zu wenden, ist offenbar deutlich gesunken. So können Probleme offen angesprochen und bestenfalls geklärt werden.

Das Marie-Curie-Gymnasium geht bei der Leseförderung neue Wege. Schon lange gibt es dort Lesenächte oder Wettbewerbe, jetzt hat man sich ein multimediales Projekt ausgedacht. Zur Lesung von Kinderbuchautor Martin Meyer-Pyrith steuerten Schüler Illustrationen und Kompositionen bei und imitierten die Stimmen von Tieren, die in der Geschichte vorkommen. Schulleiter Norbert Münnix: „So begeistert man Kinder fürs Lesen.“

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