Die gute Tat : Bücher ohne Plastikfolie kaufen

Verlag verzichtet auf Verpackung – wir auch.

Ich hatte am Hauptbahnhof noch einige Minuten Zeit, nutzte diese, um in der Buchhandlung nach einem Geburtstagsgeschenk zu schauen, und entdeckte eine seltsame Macke an mir. Und das kam so: Ich hatte noch keine Idee, welches Buch es werden könnte, und versuchte deshalb, mich durch Titel, Covergestaltung und Buchrücken inspirieren zu lassen. Dabei stieß ich auf einen Roman, den ich hier leider nicht nennen kann, weil der Geburtstag noch ansteht, der mir zusagte. Guter Titel, guter Eindruck von der Zusammenfassung der Geschichte. Ich blickte wieder ins Regal, um dort eine Ausgabe zu finden, die noch verpackt ist, für den Fall, dass der Beschenkte das Buch schon hat. Dabei stellte ich fest, dass alle Ausgaben dieses Werkes ohne Folie dort standen. Beinah hätte ich die Suche wieder aufgenommen, als mir ein kleines Aufkleber-Siegel an der Seite auffiel. Darauf erklärte der Verlag, dass er auf Plastik verzichten möchte und deshalb auf das Siegel setzt, damit ein Buch umtauschbar bleibt. Die Macke ist jetzt abgestellt. che

wz.de/diegutetat

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