1. Specials
  2. NRW
  3. Düsseldorf
  4. Bundestagswahl

Sahra Wagenknecht: Stellvertretende Vorsitzende der Linken

Sahra Wagenknecht: Stellvertretende Vorsitzende der Linken

WZ: Was ist für Sie Glück?

Sahra Wagenknecht: Glück ist beispielsweise ein sonniger Tag in den Bergen.


WZ: Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann?


Wagenknecht: Ich schätze Menschen, die ihr Handeln aus wirklichen Überzeugungen ableiten, statt ihr Fähnchen opportunistisch nach dem Wind zu hängen.


WZ: Was wären Sie gerne — außer Politiker?

Wagenknecht: Autorin und Wissenschaftlerin.

WZ: Was würden Sie gerne können?


Wagenknecht:
Ich würde gerne mehr Sprachen sprechen. Ich bin oft in Frankreich und bedaure sehr, dass ich diese schöne Sprache kaum beherrsche.


WZ: Erklären Sie in maximal zwei Sätzen, warum man Sie wählen sollte.

Wagenknecht: Weil die Linke die einzige Partei ist, die sich nicht von der Oberschicht korrumpieren lässt, sondern konsequent für mehr soziale Gerechtigkeit kämpft. Diejenigen, die bis zu 80 000 Euro im Jahr verdienen, wollen wir entlasten, die Superreichen, die mehr als eine Million Euro im Jahr verdienen, dafür erheblich stärker besteuern.


WZ: Was würden Sie sofort ändern, wenn Sie es könnten?


Wagenknecht: Als Sofortmaßnahmen brauchen wir den gesetzlichen Mindestlohn von zehn Euro, eine konsequente Bekämpfung der Steuerflucht von Multimillionären und Konzernen und die Wiederherstellung einer ordentlichen gesetzlichen Rente.

WZ: Wie sind die Mietpreise in Berlin?


Wagenknecht: Gerade in den attraktiven Innenstadtbezirken ziehen die Mieten momentan stark an. Wohnen ist für Menschen mit geringem Einkommen auch in Berlin zunehmend unbezahlbar.


WZ: Was schätzen Sie an Ihren politischen Mitbewerbern am meisten?

Wagenknecht: Ich schätze es, wenn man trotz gegenteiliger politischer Ansichten fair und respektvoll miteinander umgeht und wenn Argumente ausgetauscht werden und keine Polemik.


WZ: Welche Kooperationspartner können Sie sich für Ihre Partei vorstellen?

Wagenknecht: Ich kann mir eine Kooperation mit Allen vorstellen, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen.

WZ: Inwieweit werden Sie sich für die Interessen Düsseldorfs starkmachen?

Wagenknecht: 44 000 Vollzeitbeschäftigte in Düsseldorf erhalten Hungerlöhne, viele müssen trotz Vollzeitjob mit Hartz IV aufstocken. Ich setze mich für ihre Interessen ein: gute Jobs, gute Gesundheitsversorgung, auskömmliche Rente, bezahlbare Mieten.

WZ: Welche Ziele verfolgen Sie, die die Stadt betreffen?


Wagenknecht:
Ich werde mich weiter dafür einsetzen, in Düsseldorf bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Ich unterstütze Düsseldorfer in problematischen Lebenslagen wie Arbeitslosigkeit oder bei Problemen mit Hartz IV und Arge.

WZ: Was ist Ihr Lieblingsplatz?


Wagenknecht: Ich mag das Flair in der Altstadt um den Burgplatz.

WZ: Was werden Sie an Düsseldorf am meisten vermissen?

Wagenknecht: Die offene und herzliche Art der Düsseldorfer.

WZ: Altbier oder Futschi (Berliner Mixgetränk)?

Wagenknecht: Ehrlich gesagt würde ich mich für einen guten Rotwein entscheiden.