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Bundestagswahl: Rekord: Schon 50 000 Briefwahlanträge

Bundestagswahl : Rekord: Schon 50 000 Briefwahlanträge

Mehr als 413 000 Düsseldorfer sind am 24. September zur Bundestagswahl aufgerufen. Die Stadt rechnet mit einer höheren Wahlbeteiligung als im Jahr 2013.

Düsseldorf. Die Stadt informierte am Mittwoch über den aktuellen Stand der Vorbereitungen zur Bundestagswahl am 24. September. So sieht es aus: Immer mehr Düsseldorfer Wahlberechtigte nutzen die Möglichkeit der Briefwahl. Manfred Golschinski, erfahrener Leiter des Amtes für Statistik und Wahlen, rechnet mit einem neuen Rekord von rund 100 000 Briefwählern. „Bereits bis Mittwoch stellten 50 000 einen Antrag zur Briefwahl, bei der Bundestagswahl 2013 waren es am Ende 90 472 Wahlberechtigte“, berichtet Golschinski.

Foto: Ingo Lammert/Stadt Düsseldorf

Für ihn auch ein Zeichen, „dass wir eine schöne Wahlbeteiligung bekommen“. Höher als bei der letzten Bundestagswahl, wo sie bei 73,3 Prozent lag. Das war allerdings auch die zweitniedrigste Düsseldorfer Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen. Noch niedriger fiel sie im September 2009 aus (71,1 Prozent). am höchsten bei der vorgezogenen Bundestagswahl 1972 mit 90,5 Prozent.

Entsprechend der wachsenden Zahl von Briefwählern, reduziert die Stadt auch leicht die Anzahl der Wahllokale. 315 sind am Wahlsonntag für die Bürger geöffnet. Man könnte auf mehr Wahllokale verzichten, doch Ordnungsdezernent Christian Zaum, der auch stellvertretender Kreiswahlleiter ist, möchte „der älteren Bevölkerung zu lange Wege zu den Wahllokalen“ ersparen. Zaum stellt fest, dass 229 Wahllokale und damit 73 Prozent barrierefrei sind. In den Wahlbenachrichtigungen werden die Bürger darüber informiert, ob ihr Wahllokal barrierefrei ist. Im Internet gibt es zudem einen Wahllokalfinder, der behindertengerechte Wahllokale im Wahlkreis anzeigt. Dort kann man dann mit seinem Wahlschein hingehen.

Mit dem Endergebnis für die Kandidaten in den zwei Düsseldorfer Bundestagswahlkreisen rechnet Manfred Golschinski „nicht vor Mitternacht“. Und Dezernent Zaum ergänzt: „Da geht mir Genauigkeit vor Schnelligkeit.“Aufgrund der höheren Wahlbeteiligung werde man mehr Zeit für die Auszählung der Stimmzettel brauchen. Bei der Landtagswahl am 14. Mai hatten 67,7 Prozent der Düsseldorfer Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Zaum: „Wir haben die Ergebnisse des letzten Landtagswahlkreises gegen 22.40 Uhr gemeldet, da hatten andere Städte noch keinen einzigen ausgezählt.“

Die Entwicklung des Ergebnisses in der Landeshauptstadt können alle Interessierten am Wahlabend ab 18 Uhr im Internet der Stadt live verfolgen. Ein entsprechender Link werde kurz vor der Wahl veröffentlicht.

Das Amt für Statistik und Wahlen rüstet personell auf. Zählt es zu „normalen“ Zeiten 13 Mitarbeiter, sind in der Vorbereitung 32 zur Verstärkung hinzugekommen. Am Wahltag sind 3500 Männer und Frauen im Einsatz, darunter 3200 Wahlhelfer.

Am 24. September, sind dann allein 800 Mitarbeiter der Stadt auf drei Etagen im Technischen Rathaus an der Brinckmannstraße damit beschäftigt, die Stimmzettel der Briefwähler auszuzählen und die Ergebnisse zu erfassen. Die Briefwahlumschläge werden zuvor nur nach Bezirken sortiert und dann wieder in Urnen gelegt. Wie die Düsseldorfer per Brief gewählt haben, darf ebenfalls erst nach Schließung der Wahllokale ausgewertet werden,