Willich: SPD schickt Dietmar Winkels ins Bürgermeisterrennen

Willich : SPD schickt Dietmar Winkels ins Bürgermeisterrennen

Der 66-jährige Diplom-Sozialpädagoge will Erster Bürger der Stadt Willich werden. Gegner hat er noch nicht.

. Einfach machen, dachte sich die Willicher SPD, wartete das Ende der Herbstferien gar nicht mehr ab und verkündete am Donnerstagabend ihren Bürgermeister-Kandidaten für die nächste Kommunalwahl im September 2020.

Dietmar Winkels wird von den Sozialdemokraten ins Rennen geschickt. In ein Rennen, für das der oder die Gegner noch nicht feststehen. Schließlich wartet die Willicher CDU-Basis weiterhin darauf, was Josef Heyes, der seit 1999 im Amt ist, bis Ende des Jahres verkünden wird: Macht er weiter? Oder macht er Platz? Der Druck auf Heyes wächst. In der eigenen Partei. Und nun auch von Seiten der rund 200 Willicher Sozialdemokraten. Früher als erwartet.

Lukas Maaßen hatte nach seiner Wahl zum SPD-Parteivorsitzenden im November 2018 im WZ-Interview gesagt, manche Mitglieder hätten eine Frau im neuen SPD-Vorstand vermisst. „Leider“, sagte Maaßen damals, „hat sich keine gemeldet.“ Das hat er sich auf seine To-do-Liste geschrieben. „Daran müssen wir arbeiten.“ Maaßen deutete damals an, dass er nicht vorhabe, als Bürgermeister in Willich zu kandidieren. Aber er betonte, dass seine Partei „dringend einen eigenen Kandidaten aufstellen muss“. Nun ist es der 66-jährige Dietmar Winkels, der derzeit stellvertretender Bürgermeister ist.

Der Siebenkotten-Erfolg der
SPD liegt lange zurück

Ihr Erfolg, mit Lukas Siebenkotten 1995 den ersten hauptamtlichen Bürgermeister aus ihren Reihen gestellt zu haben, liegt für die Willicher SPD fast 25 Jahre zurück.

1999 setzte sich CDU-Kandidat Josef Heyes (52,75 Prozent) gegen Siebenkotten (47,25 Prozent) durch.

2004 ließ Heyes (72,28 Prozent) SPD-Kandidat Bernd-Dieter Röhrscheid, Fraktionsvorsitzender seit 1989, mit 27,72 Prozent weit hinter sich.

Noch härter dürfte die SPD das Ergebnis der Bürgermeisterwahl 2009 getroffen haben. Heyes-Herausforderer Alexander Oerschkes holte lediglich 16,49 Prozent der Wählerstimmen, Heyes’ Ergebnis von 83,51 Prozent zählte zu den höchsten NRW-weit.

Vor der Kommunalwahl 2014 hatte die Willicher SPD beschlossen, erstmals ohne eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen um die Wählergunst zu gehen. FDP-Mann Donath fuhr in der Bürgermeisterwahl 32,97 Prozent der Stimmen ein. Heyes kam auf 67,03 Prozent.

Für die nächste Bürgermeisterwahl 2020 steht nun also Diplom-Sozialpädagoge Winkels auf dem Stimmzettel. Eine Personalie passend gesetzt zum bevorstehenden Auftakt des Programmprozesses der Kreis-SPD auf Willicher Boden. Sie tagt am Samstag von 10 bis 14 Uhr, im Gründerzentrum in Willich, Gießerallee 16.

Drei Arbeitsgruppen zu Mobilität im ländlichen Raum, Arbeit und Digitalisierung sowie Wohnen und Städtebau sind geplant. Entscheidende Wahlkampfthemen auch für den nächsten Bürgermeister von Willich.