Schüler legen eine Blumenwiese für Vögel an

Schüler legen eine Blumenwiese für Vögel an

Erste Abschlussaktion des Schulprojekts „Zirkel des Lernens“.

Nach einem Jahr Theorie stand für rund 70 Schüler und ihre Lehrer jetzt im Nordpark die Praxis an: Zum Abschluss der ersten Runde im Schulprojekt „Zirkel des Lernens“ trafen sich die Klassen der drei teilnehmenden Schulen aus Wuppertal, um etwas für die Artenvielfalt von Insekten und Vögeln zu tun. Ihr Ziel: die Anpflanzung von Wildblumen auf zwei zur Verfügung stehenden Flächen des Nordparks.

Insgesamt hatten die Schüler rund 180 Quadratmeter zur Verfügung, die Fläche war in zwei Beete unterteilt. Die größere Fläche, rund 150 Quadratmeter groß, hatten Mitarbeiter des Ressorts Grünflächen und Forsten der Stadt bereits umgegraben und vorbereitet. Die andere rund 30 Quadratmeter große Fläche konnten die Jugendlichen selbst umgraben, um sie auf das Einsäen vorzubereiten. Die Schüler entfernten herumliegende Steine, lockerten die Erde auf und verteilten die Saat der bunten Wildblumenmischung.

Die Aktion fand im Rahmen des Projektes „Zirkel des Lernens“ statt – eines Projekts zur nachhaltigen Entwicklung mit Schulen im bergischen Städtedreieck, das von der Station Natur und Umwelt koordiniert wird. Ein Jahr lang hatten sich Klassen der teilnehmenden Schulen mit Themen zu nachhaltiger Entwicklung beschäftigt. Aus Wuppertal waren das Carl-Duisberg-Gymnasium, die Johannes-Rau-Schule und die Gesamtschule Langerfeld beteiligt.

Die Gesamtschule Langerfeld beschäftigte sich beispielsweise mit Biodiversität und der Artenvielfalt von Singvögeln. In verschiedenen kleineren Projekten gingen die Schüler der Frage nach, wie die Artenvielfalt zu schützen und zu erhöhen sei. Melissa Roden, betreuende Lehrerin der Langerfelder Schüler, erklärt, dass die jetzt gepflanzte Blumenwiese den Singvögeln eine wichtige Nahrungsquelle bieten könne, denn sie soll viele Insekten anlocken. Es sei nicht nachhaltig, einfach nur Futter für die Vögel aufzuhängen.

Für die Zukunft ist angedacht, auch die Grünflächen der Schulen für mehr Lebensraum umzugestalten. Auch dies soll wieder in Kooperation mit der Stadt geschehen.

Jordana Anastasiou, Lehrerin der Johannes-Rau-Schüler, kündigt an, dass es im Sommer mehrere Exkursionen geben soll, bei denen nach der Entwicklung der Blumen geschaut werde.

Ziel des Projektes ist, dass die Schüler lernen, selbst Lösungsansätze zu erarbeiten und mithelfen, diese umzusetzen. Markus Müllenschläder, Projektkoordinator beim Projekt „Zirkel des Lernens“, betont: „In der Schule soll der Kontakt zu solchen Themen hergestellt werden.“

Die Schüler sind sehr überzeugt von der Aktion und zeigen großes Interesse: „Ich habe gelernt, auf die Lebensräume der Tiere zu achten“, sagt Michelle (14), Schülerin der Gesamtschule Langerfeld. Für die Lehrer gab es mehrere Veranstaltungen, bei denen sie informiert und vorbereitet wurden. Des Weiteren wurde ihnen ein Netzwerk aus Personen zur Verfügung gestellt, an das sie sich bei Fragen oder Problemen wenden konnten.

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