Kunst als Wertanlage

Kunst ist schön - und kann eine richtig gute Geldanlage sein. Werke des deutschen Künstlers Gerhard Richter erfüllen beide Eigenschaften: Bei zahlreichen seiner Einzelstücke steigt der Preis scheinbar unaufhörlich.

Inzwischen kosten sie viele Millionen Euro und zählen zu den teuersten Bildern eines lebenden Künstlers deutscher Sprache. Einige Richter-Werke gibt’s aber auch schon für weniger Geld. Zwischen dem 15. Februar und dem 9. März zeigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf eine Auswahl von Editionen des Künstlers, also Werken, die in höherer Auflage erschienen und deshalb deutlich preiswerter sind. Ein guter Anlass, sich den deutschen Kunstmarkt genauer anzuschauen. Diese WZ-LeserTour am Dienstag, 18. Februar 2014, ermöglicht besondere Einblicke für Kunstbesitzer und solche, die es werden wollen.

Kunst als Wertanlage
Foto: dpa

Aber nicht nur die modernen Schmuckstücke Gerhard Richters sind eine gute Wertanlage. Auch Kunstwerke aus anderen Epochen und von anderen Malern können wertvoller sein als zunächst vermutet. Solche findet man häufig in den eigenen vier Wänden. Welchen Wert haben sie und wie kann man ihn halten, vielleicht sogar steigern? Auf dem Markt der Kunst liegen Wohl und Wehe dicht beieinander.

Günther Ueckers grandiose Werke aus Nägeln zählen fast schon zu den ‚Klassikern’. Was aber ist, wenn die Nägel rosten? Ist dann der Wert des Objektes bedroht? Muss gealterte Kunst verjüngt werden? Und was tun, wenn das Bild beschädigt ist? Antworten darauf liefern die Experten vom Restaurierungszentrum Düsseldorf. Die Mitarbeiter des städtischen Instituts verfügen über spezielle Instrumente und kennen raffinierte Methoden, Gemälde und andere Kulturgüter zu pflegen sowie gegebenenfalls zu restaurieren. Außerdem können die Experten herausfinden, welche ‚Geschichte’ ein Bild hat. Handelt es sich um ein Original, eine Kopie oder ist es schlicht eine Fälschung? Die Experten informieren Sie bei einem Rundgang durch die Werkstätten.

Wer nur Kunst von Gerhard Richter, Gustav Klimt oder Pablo Picasso erwerben möchte, hat es relativ leicht. Man braucht meist nur sehr viel Geld. Was tun, wenn man weitaus weniger auf den Tisch legen kann oder möchte? Wo und wie findet man Werke, die im besten Fall sogar im Wert steigen? Die Düsseldorfer Kunstagentin Dr. Stefanie Lucci gibt Einblicke in wichtige Aspekte dieses geheimnisumwitterten Marktes und Tipps für ein kluges Vorgehen. Den passenden Rahmen sowie Anschauungsmaterial für ihre Erläuterungen findet sie in einer Galerie nahe der Düsseldorfer Kö.

Wer möchte, kann sich zum Tagesabschluss noch die Auswahl von Gerhard Richter-Editionen (Druckgrafiken, Fotoeditionen und Künstlerbücher) im K20 anschauen (Eintritt Selbstzahler) — und dann von seinem eigenen ‚Richter’ träumen.