Führungen durch Schlossgärten und -parks

Führungen durch Schlossgärten und -parks

Auf dieser WissensTour führen Insider am 6. September durch zwei Garten- und Parkanlagen am Niederrhein.

Blumen, Bäume und Gräser in Gärten und Parks erfreuen nicht nur das Auge; sie verraten auch so manches über die Träume, die Sehnsüchte, aber auch die innere Verfassung ihrer Schöpfer wie auch ihrer Bewunderer. Je nach Jahreszeit wechseln die Gärten Farbe und Formen. Wo im Frühling Tulpen die Akzente setzten, leuchten im Sommer Rosen und anschließend dominieren Dahlien, Chrysanthemen oder Astern mit ihrer Farben- und Blütenpracht. Und das Faszinierendste:

Foto: privat

Viele Gärten und Parks sind alles andere als zufällig entstanden, sondern offenbaren bisweilen bemerkenswert absichtsvolle Ideen ihrer Gestalter und deren kleinen Geheimnissen. Auf dieser WissensTour führen sie Insider durch zwei überaus markante Garten- und Parkanlagen am Niederrhein.

Rund um ein historisches Wasserschloss kurz hinter der holländischen Grenze hat der Gartenarchitekt Niek Roozen vor wenigen Jahren auf über 32 Hektar eine einzigartige Gartenanlage realisiert. Kasteeltuinen, so heißt das Paradies, dürfte einer der vielseitigsten Blumen- und Pflanzenparks Europas sein — voller Düfte, Farben und einzigartigen Gärten. Die WZ—Leser erleben unter anderem romantische Gärten, Hosta-Farn-Gärten, Berggarten, Hortensien-Route, italienischen Garten, Rabatten- und Felsengarten, asiatischen Wassergarten und vieles andere mehr. Überhaupt: Wasser. In kleinen oder größeren Seen, in Kanälen und mannigfachen Springbrunnen ergänzt das flüssige Nass das farbenfrohe und äußerst vielseitige Pflanzenangebot.

Schloss Dyck kann auf eine fast 1000 jährige Geschichte zurückblicken. Das imposante Wasserschloss umgab lange Zeit eine großzügige barocke Gartenanlage. Der damalige Erbe, der Fürst Joseph zu Salm-Reifferscheidt-Dyck, ließ Ende des 18. Jahrhunderts den alten Garten durch eine Anlage im Stil eines englischen Land-schaftsgartens ersetzen. Neben dem Gartenarchitekten Thomas Blaikie waren hier auch Maximilian Friedrich Weyhe und Peter Joseph Lenné tätig. Der Fürst selbst war Privatgelehrter und Verfasser botanischer Werke, ins-besondere des „Hortus Dyckensis“, einer Dokumentation aller im Park und in den Gärten der Anlage gezogenen Pflanzen.

Im Mittelpunkt der Führung stehen dann auch die Highlights des weitläufigen Parks rund um den Schlossgraben und seine Kanäle. Wer möchte, kann anschließend auf eigene Faust die verschiedenen Gartenzimmer besuchen, die neben dem Schloss für die Landesgartenschau 2002 angelegt wurden.

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