Urlaub auf Mallorca. Diese Neuerungen müssen Urlauber beachten

Reise : Urlaub auf Mallorca. Diese Neuerungen müssen Urlauber beachten

Mallorca gilt als die beliebteste Urlaubsinsel der Deutschen. Jedes Jahr erholen sich hier Millionen sonnenhungriger Touristen. Manche Inselgegenden sind jedoch, zum Leidwesen der Anwohner und der Umwelt, zur Hochburg von Party-Touristen verkommen, was die Regierung der Balearen zur Anordnung immer schärferer Verhaltensregeln veranlasst. Welche Neuerungen müssen Urlauber 2019 beachten?

Mallorca bietet viel mehr als nur Partys am Ballermann und überfüllte Strände. Abseits des Massentourismus gibt es malerische Landschaften, einsame Buchten und typisch mediterrane Dorfidylle, die viele Inselbesucher ins Staunen versetzen. Das abwechslungsreiche Kultur- und Naturangebot Mallorcas lernen aber nur diejenigen kennen, die nicht rund um die Uhr im All-Inclusive-Hotel bleiben, sondern die Insel zum Beispiel mit einem Mietwagen, den man ab besten schon vor der Abreise bucht, auf eigene Faust erkunden. Wer mit dem Auto auf der Insel unterwegs ist, sollte unbedingt auf Radfahrer achtgeben, die man auf den kurvenreichen Straßen leicht übersieht. Dieses Jahr erwarten Reiseveranstalter sogar bis zu 25 Prozent mehr Radsportler als im Vorjahr, berichtet das Mallorca Magazin. Aber noch einige andere Dinge gibt es ab diesem Jahr auf der beliebten Urlaubsinsel zu beachten.

Umfangreiche Alkoholverbote

Auf dem Ballermann interessieren sich die feierfreudigen Touristen in der Regel weder für die mallorquinischen Natur- und Kulturschätze noch für Benimmregeln - zum Leidwesen der Anwohner. Dabei versucht die Regierung der Balearen schon seit einiger Zeit, die negativen Auswirkungen des Partytourismus auf Mallorca mit Regeln und Verboten einzudämmen, beispielsweise mit einem Verbot des Alkoholkonsums im Freien. Nun darf ab Mitternacht kein Alkohol mehr für den Konsum in der Öffentlichkeit verkauft werden. Ebenso unter Strafe gestellt ist das organisierte Trinken in Gruppen, darunter fallen zum Beispiel als die als "Pub Crawls" bekannten Touren durch Bars sowie der Alkoholkonsum auf Partybooten. Diese Maßnahmen sollen vor allem zur Vermeidung von Ruhestörungen, Trinkgelagen und Umweltverschmutzung dienen.

Bus- und Bahnfahrten für Kinder kostenlos

Familien, die die Insel mit Bus und Bahn erkunden, wird es freuen, dass Kinder bis zwölf Jahre seit Anfang 2019 die gelb-roten Überlandbusse, die Metro in Palma und die Züge auf der Insel kostenlos nutzen dürfen. Auch Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre fahren jetzt im öffentlichen Nahverkehr kostenlos innerhalb der Stadt.

Vorsicht beim Kauf von fliegenden Händlern

Fliegende Händler, die häufig gefälschte Markenhandtaschen und -sonnenbrillen verkaufen, gehörten lange zum gewohnten Bild an Mallorcas Stränden und Straßen. Wer die meist illegal importierte Ware von den Straßenhändlern kauft, muss nun mit einem Bußgeld zwischen 100 und 750 Euro rechnen.

Geldstrafen fürs Balkonklettern

Immer wieder kommt es auf Mallorca zu schweren Verletzungen und Todesfällen, wenn leichtsinnige Touristen versuchen, vom Balkon eines Hotelzimmers in den Pool zu springen oder auf den benachbarten Balkon zu klettern. Das sogenannte "Balconing" (wz.de berichtete) wird nun mit hohen Geldstrafen geahndet. Wer beim Klettern oder Springen erwischt wird, muss bis zu 1.500 Euro zahlen. Bildrechte: Flickr Palma De Mallorca Cathedral Gary Bembridge CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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