So gelingt das sichere Manövrieren mit dem ersten eigenen Boot

Reise : Navigation auf offener See: So gelingt das sichere Manövrieren mit dem ersten eigenen Boot

Für einen gelungenen Ausflug auf offener See ist die richtige Ausstattung ein Kernfaktor. Hier fallen Aspekte wie Sicherheit und darunter insbesondere die Navigation stark ins Gewicht.

Es gibt spannende Möglichkeiten, die offene See und das umgebende Land zu erkunden. Während die einen sich auf einem Kreuzfahrtschiff verwöhnen lassen, segeln die Abenteuer ein ums andere Mal selbst los. Insbesondere, wenn es das erste Mal mit dem eigenen Boot auf die offene See geht, ist ein Checkup der Ausstattung dringend angeraten, damit die Sicherheit vom Anfang bis zum Ende gewährleistet ist.

Welche Ausstattung ist für das eigene Boot erforderlich?

Eine Antwort auf diese Frage ergibt sich in erster Linie aus der Art des Bootes. Auf einem Segelboot beispielsweise sind die Bedingungen anders als im Falle eines Angelbootes. Denn während beim Segelboot die Erkundung der offenen See sowie der Spaß am Segeln im Vordergrund stehen, ist es bei Anglern das Fischen. Folglich benötigen Angler Spezialausrüstung wie beispielsweise Echolote und Fischfinder, die beim Finden der Fische unterstützen. Für das Angeln auf hoher See befindet sich auf www.echolotprofis.de ein umfangreiches Angebot an entsprechender Ausrüstung für Angelboote.

Doch unabhängig von der Art des Bootes sind in den Sicherheitsstandards etliche Gemeinsamkeiten zwischen den Booten gegeben. Letzten Endes ist der Aspekt der Sicherheit ohnehin der wichtigste, um bei Ausflügen den Weg zurück zu finden und bei Notfällen richtig reagieren zu können.

Sicherheit durch umfangreiche Ausrüstung

Bei der Sicherheit kommt einer Vielzahl an Hilfsmitteln an Bord eine große Bedeutung zu. Hierzu zählen u.a. die folgenden Dinge:

-Rettungswesten

-Schwimmwesten

-Bootsbatterien & Ladegeräte

-Positionslaternen

-Sprechfunkanlagen

-Signalkörper

-Schallsignalkörper

-Feuerlöscher

-Erste-Hilfe-Ausrüstung

Da nie klar ist, was beim Aufenthalt auf hoher See passieren wird, und die See unberechenbar ist, empfiehlt sich von vornherein eine möglichst reichhaltige Ausrüstung. Doch unabhängig davon, was passiert, ist ein die Sicherheit betreffender Faktor immer notwendig und verlangt eine optimale Ausrüstung: Die Navigation!

Die verschiedenen Varianten der Navigation

Die Navigation auf offener See hat in den Jahrtausenden der Schifffahrt – begonnen bei den Polynesiern – einen großen Wandel mit vielen Erfindungen durchlebt. Heutzutage sind allem voran die folgenden Methoden populär: Das GPS, die Karte sowie mobile Anwendungen. Doch was davon ist Muss?

GPS: Nie allein darauf verlassen!

Das GPS mag wohl eine feste Größe in der heutigen Zeit sein: Von Frachtschiffen über Verkehrsflugzeuge bis hin zu Automobilen und sogar Fußgängern wird heute das GPS als Navigationssystem genutzt. Insbesondere die junge Generation verlässt sich allem voran auf diese Technik. Doch Abschaltungen und Störungen des GPS sind jederzeit möglich:

-Die USA als Betreiber haben die Option, das GPS jederzeit abzustellen; bspw. im Kriegsfall, damit Gegnern die Orientierung schwerfällt

-Unwetter sind mögliche Störfaktoren

-Andere Sender können das Signal stören

Während der Kriegsfall weniger wahrscheinlich ist, sind die letzten beiden Stichpunkte durchaus mögliche Ereignisse, weswegen sich als Ergänzung zum GPS weitere Systeme empfehlen.

Seekarten: Die digitale Variante oder die Papierform?

Vor der digitalen Variante der Seekarte gab es jene in Papierform. Eine solche Seekarte stellt als Zusatz zum GPS das nicht technisch basierte Material dar. Sie gibt einen Überblick über die verschiedensten Gebiete der Seefahrt:

-Küsten

-Seewege

-Fahrrinnen

Vertrauen junge Leute mehrheitlich aufs GPS, ist die ältere Generation den Zahlen nach aktuell jene, die sich zusätzlich durch Karten absichert. Dabei erweist sich als sehr vorteilhaft, dass es mittlerweile digitale und präzise Navigationssysteme auf Kartenbasis gibt. Zu diesen zählt das häufig genutzte Elektronische Kartendarstellungs- und Informationssystem (ECDIS), welches bei der Navigation u.a. eine Seekartendarstellung mit wichtigen Markierungen und Sensordaten liefert. Es bietet somit auf einen Blick viele für die Navigation notwendigen Informationen und ist als Ergänzung zum GPS eine essenzielle Absicherung für die Navigation auf hoher See.

Smartphone-Apps zur Navigation gewinnen immer mehr an Popularität und bringen diverse komfortable Zusatzfunktionen mit sich. Foto: Pixabay.com © Pexels CCO Public Domain

Smartphone-Apps: Viele Zusatzfunktionen im Portfolio

Eine immer populärer werdende Variante der Navigation sind Smartphone-Apps. Denn sie haben eine weitreichende Abdeckung an Karten und zudem viele lohnende Zusatzfunktionen. So gibt es beispielsweise bei einigen Apps gar die Möglichkeiten, mit anderen Gruppen von Bootsfahrern Kontakt zu halten. Sehr beliebte Apps mit einer großen Kartenverfügbarkeit und komfortablen Features sind die folgenden:

-Navionics Boating Europe

-iNavX Marine Navigation

-Boat Beacon

Allem voran die Anwendung Boat Beacon hat eine interessante Funktion: Sie überträgt und empfängt AIS (Automatic Identification System). Mit diesem ist es möglich – allerdings nur bei vorhandener Internetverbindung – Daten über den Namen, die Position die Geschwindigkeit und die Fahrtrichtung eines Schiffs zu erfahren. Dadurch verfolgen beispielsweise Familienmitglieder über eine Internetverbindung von daheim den Kurs des Vaters bei seinem Segeltörn mit Arbeitskollegen.

So faszinierend und vielseitig die Smartphone-Apps sein mögen: Auch hier gilt wie beim GPS, dass sich die aufmerksame Navigation über die Seekarte nicht ersetzen lässt!

So funktioniert die Navigation mit der Seekarte!

Zu wissen, dass die Navigation mit einer Seekarte nach wie vor ein Muss ist, um sich für den Ausfall eines Satellitensystems abzusichern, ist die eine Seite der Medaille. Doch zu wissen, wie diese Navigation funktioniert, ist ein Stück weit komplizierter. Zum Einsatz kommt dabei der Sextant, den es schon seit Jahrhunderten gibt.

Seit Hunderten von Jahren existent, ist der Sextant in Kombination mit der Landkarte beim Ausfall der Technik nach wie vor eine notwendige Ausrüstung. Foto: Pixabay.com © Aegnimatis-3D CCO Public Domain

Ein Sextant ist mit einem verstellbaren Spiegel sowie einem integrierten Fernrohr ausgestattet. Er wird so lange eingestellt, bis das jeweilige Gestirn – entweder Sonne oder Mond – sowie der Horizont in exakt einer Linie sichtbar sind. So lässt sich eine Gradzahl ermitteln, die auf der Karte eingetragen und zur Bestimmung der Bootsposition genutzt wird. Was in der Theorie leicht klingen mag, ist in der Praxis eine Herausforderung, da ein Schiff auch bei annähernd ruhiger See nach wie vor wackelt. Dementsprechend gibt es Tricks, um die aufkommenden Probleme zu kompensieren. Diese sind Teil eines jeden Bootsführerscheins.

Was zeichnet qualitativ hochwertige GPS-Geräte aus?

Da die Navigation mit Seekarte ein Muss ist, aber das GPS-Gerät in erster Linie als einfachere Methode genutzt wird, ist die Anschaffung eines solchen Gerätes Gang und Gebe. Dabei ist unter den Funktionen der GPS-Geräte u.a. auf eine NMEA-Schnittstelle zu achten. Denn diese ermöglicht es, mit anderen Geräten in Kontakt zu treten. Des Weiteren ist ein hochwertiges GPS-Gerät mit WAAS/EGNOS kompatibel, da dadurch die Positionsbestimmung präziser erfolgt.

Mehr von Westdeutsche Zeitung