Kulinarische Reisen für Genießer

Kulinarische Reisen für Genießer

Trüffel, Parmaschinken und gute Weine? Die Spezialitäten einer Region sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Düsseldorf. Kulinarisch reisen gehört zum Kultururlaub dazu — denn so kann man ein Land mit allen Sinnen erleben bzw. erschmecken. Hier ein paar empfehlenswerte Reiseziele für Feinschmecker. Genussreisen sind Expeditionen in das Land der Genüsse, die den Reisenden erlauben, neue kulinarische Erfahrungen zu sammeln. Je nach Vorliebe des Teilnehmenden können Genussreisen verschiedene Schwerpunkte setzen, wie etwa die Verkostung landestypischer Weine oder regionaler Spezialitäten. Während eines solchen Urlaubs nehmen viele Reisende die Chance wahr, mit den speziellen Genussexperten vor Ort ins Gespräch zu kommen, an interessanten Führungen und natürlich sinnlichen Verkostungen teilzunehmen.

Einmaliger Ausblick für Genießer: Direkt an Österreichs größtem Skigebiet Ski Amadé liegt "Das Goldberg" in Bad Hofgastein im Salzburgerland. Foto: Das Goldberg. Foto: www.guenterstandl.de

Saftige Schinken, würziger Parmesan, edle Rotweine und feiner Balsamicoessig — die Region Emilia Romagna ist zweifellos das Genusszentrum Italiens und ein Tipp für alle, die gerne in authentischer Atmosphäre gut essen und trinken. Liebhaber italienischer Spezialitäten sind hier goldrichtig. Die norditalienische Emilia bildet, zusammen mit ihrem Nachbar Romagna die Region Emilia Romagna. Dieser Begriff ist für viele eher unbekannt, aber man kennt deren Städte, wie Rimini und Ravenna in der Romagna sowie Bologna, Modena, Parma in Emilia.

Bologna, die Hauptstadt der Emilia, ist auch der Geburtsort der weltberühmten Bolognese-Sauce sowie der Wurstspezialität Mortadella. Foto: Antonia Kasparek.

Die Emilia-Romagna ist begünstigt durch ihre fruchtbaren Böden, Jahrhunderte alte Traditionen und die tief verwurzelte Gastfreundschaft ihrer Bewohner, die man in rustikalen Landgasthöfen, gepflegten Hotels und unzähligen Trattorien und Osterien auf dem Land oder in den Kunststädten erleben kann.

Für Wintergenuss pur hat das familiengeführte Haus "Das Goldberg" in Alleinlage auf einem Hochplateau auch spezielle Angebote geschnürt, die die Goldberg-Kulinarik, Wellness im hauseigenen Spa und Skipass beinhalten. Foto: Das Goldberg. Foto: www.guenterstandl.de

Ob in Bologna, der Hauptstadt der Emilia, mit der ältesten Universität der westlichen Welt und dem Geburtsort der weltberühmten Bolognese-Sauce sowie der Wurstspezialität Mortadella, oder in Ravenna mit ihren Mosaiken aus dem frühen Mittelalter, in Rimini mit dem Augustus Bogen aus der Zeit um Christi Geburt oder in Ferrara mit dem Schloss und der wunderschönen Altstadt aus dem Mittelalter — hier trifft Kultur auf Genuss, denn in jeder Gasse trifft man auch kulinarische Berühmtheiten wie Prosciutto di Parma, Aceto Balsamico Tradizionale oder Parmigiano Reggiano.

Eine Köstlichkeit der Küche Istriens: Die Regionalnudel „Fuži" mit geraspelten schwarzen Trüffeln. Foto: Antonia Kasparek.

Außerdem kann man sich mit den Feinheiten der Pasta-Herstellung und dem Geheimnis der Käse-Reifung vertraut machen. Seit einigen Jahren gibt es in der Emilia eine sehr interessante qualitative Entwicklung der lange als Billigware angesehenen Weine, wie den „verpönten“ Schaumwein Lambrusco aus der Gegend von Modena. Mittlerweile findet man sehr gute Weine, sowohl beim Lambrusco als auch in anderen Ecken Emilias, wie aus den Hügeln von Piacenza sowie die Weine aus der Romagna, deren Trauben von der Meeresluft aus der Adria profitieren — die perfekte Ergänzung zu den lokalen Gerichten. Im Rahmen einer speziellen Genussreise hat man die Gelegenheit viele regionale Produkte zu verkosten. www.emiliaromagnaturismo.it

Schwarze Trüffel aus dem istrischen Mirnatal. Foto: Antonia Kasparek.

Trüffel, Olivenöl, Fisch und Käse - Istrien wird seinem Ruf als neuer Gourmet-Hotspot Europas mehr als gerecht. Hier kann man auf kulinarische Schatzsuche gehen. Auf einer Genussreise in Istrien können Urlauber aus dem Vollem schöpfen. Vergleicht man Kroatien oder Istrien zudem mit anderen südlichen Ländern, zeigt sich ein deutlicher Preisvorteil. Kroatien etabliert sich zunehmend als Ferienziel für Feinschmecker: Eindrucksvoll unterstrichen werden die neuen kulinarischen Qualitäten durch die Aufnahme von neun kroatischen Restaurants in den elitären Kreis der europäischen Jeunes Restaurateurs. Seit vierzig Jahren sind die Jeunes Restaurateurs d’Europe (JRE) mit mehr als 350 Spitzenköchen und -restaurateuren aus zwölf Ländern die Trendsetter der europäischen Gourmetszene.

Schwarze Trüffel in allen Variationen gibt es bei Natura Tartufi in Buzet. www.naturatartufi.com Foto: Antonia Kasparek.

Neben den frischen Köstlichkeiten aus dem Meer im Küstengebiet bietet Istrien eine Palette „kontinentaler“ gastronomischer Spezialitäten, wie verschiedene hausgemachte Nudeln mit Wildgulasch, oder Gerichte mit erstklassigen Trüffeln, denen istrischer Pršut (Knochenschinken) und Schafskäse in kalt gepresstem Olivenöl von höchster Qualität vorausgehen. Die Winzer der kroatischen Adria-Halbinsel Insel haben sich mit Malvasier, Teran, Momjaner Muskat und spannenden Orange Weinen in den letzten Jahren in der internationalen Gourmet- und Weinszene etabliert.

Empfehlenswerter Digestif: ein hausgebranntes Schnäpschen mit eingelegten Kräutern. Auf dem Markt in Rovinj finden Feinschmecker alles vom Trüffel bis zum wilden Spargel. Foto: Antonia Kasparek.

Rund 90 Weinkeller erwarten die mehr als 15.000 Gäste, von denen ein Großteil aus Deutschland und Österreich anreist, um entlang der istrischen Weinstraßen auf Entdeckungsreise zu gehen. Dabei gibt es nicht nur jede Menge zu degustieren, vermittelt wird auch Wissenswertes rund um Familientraditionen, Terroir und Weinsorten.

Bekannt ist Istrien auch für seine hervorragenden Olivenöle. Italiens Olivenöl“bibel“ Flos Olei hat in seiner Ausgabe 2014 nicht weniger als 48 Manufakturen der kroatischen Adria-Halbinsel unter die besten der Welt aufgenommen. Auf speziell ausgeschilderten Olivenölstraßen lassen sich diese für Urlaubsgäste nun wunderbar erkunden.

Die kroatische Adria-Halbinsel Istrien macht aber nicht nur durch Gourmetrestaurants sowie Olivenöl- und Weinstraßen als kulinarisches Trendziel von sich reden. Neben Restaurants und Agrotourismen (Bauernhöfe) feiert auch die traditionsreiche Kultur der Konobas eine Renaissance. Konobas sind typische Landgasthäuser, wo noch nach alter Tradition regionale Spezialitäten im Gastraum am offenen Feuer im Gastraum zubereitet werden. Was dem Franzosen das Bistro und dem Italiener die Osteria, ist dem Kroaten die „Konoba“. In so einem rustikalen, oft aber auch gediegenen Wirtshaus ist gut sitzen, plaudern und vor allem: essen.

Vielfältig wie Istriens Küche erweisen sich auch die Charaktere der Konobas. Pršut, Käse und flaumiges Brot ist nahezu überall zu finden. Ansonsten wird serviert, was draußen gerade wächst und gedeiht. An den Küsten viel Fisch, Muscheln und Krustentiere. Im Hinterland Wild- und Schweinefleisch, Lamm, Kalb, Geflügel oder das einzigartige Fleisch vom autochthonen Boškarin-Rind. Grillgerichte haben bei den Besuchern die Nase vorn, gelten die Istrier doch als die Hüter des Feuers. Ragouts werden von Einheimischen geliebt, vorzugsweise mit der Regionalnudel „Fuži“.

Je nach Saison stehen auch der wilde Spargel, Pilze und nicht zuletzt Trüffel, unter anderem die schwarzen Trüffeln aus dem Mirnatal, im Mittelpunkt, die über die jeweiligen Speisen meist nicht gehobelt, sondern geraspelt werden. Besonders empfehlenswert ist ein Gericht aus der „Peka“— eine jahrhundertealte Spezialität: Dabei wird eine Pfanne mit Fleisch oder Fisch und Kartoffeln in die Glut der offenen Feuerstelle gebettet, abgedeckt mit einer Glocke aus Metall oder Ton, auf die eine weitere Schicht Glut gehäuft wird. Nach ein bis drei Stunden verlässt die Peka ihr warmes Bett und verströmt beim Öffnen des Deckels herrliche Düfte. Das Gargut ist butterweich und saftig; die Aromen bleiben in ihrer ganzen Intensität erhalten… Dazu servieren die Wirtsleute typisch istrische Weine, meist weißen Malvasia und roten Teran, oft aus eigener Produktion. Empfehlenswerter Digestif: ein hausgebranntes Schnäpschen mit eingelegten Kräutern. www.istrien7.com

Genießer sind in Graz an der richtigen Adresse: Die Landeshauptstadt der Steiermark und zweitgrößte Stadt Österreichs trägt nicht umsonst den Titel Genusshauptstadt. Die Steiermark ist bekannt für exzellente Weine, qualitativ hochwertige Produkte von regionalen Produzenten und natürlich das steirische Kürbiskernöl. Sternekoch und TV-Star Johann Lafer lebt in Graz und ist Genussbotschafter der Region.

Am geschmackvollsten lässt sich dies bei einem Kulinarischen Stadtrundgang in Graz unter dem Motto „Schlendern und Schlemmen” erkunden. Dabei werden den Teilnehmern bei einer mit Anekdoten gespickten Stadtführung regionale Schmankerl geboten: Vom urigen Bauernmarkt über den Braten wie aus Großmutters Küche bis zur deftigen Unterlage vor der Bierdegustation. Das Angebot der Rundgänge ist saisonal abwechslungsreich und reicht vom Kulinarischen Rundgang über Bierrundgänge bis hin zum speziellen Kulinarischen Silvesterspaziergang.

Alljährlich tischt Graz auch ganz groß auf: Die Altstadt wird mit einer langen Tafel im wunderschönen Ambiente zu einer festlichen Speisemeile. Der kulinarische Abend beginnt mit einer Bier- und Weinverkostung. Dann folgt ein mehrgängiges Menü, vorzugsweise mit Produkten aus GenussRegionen von steirischen Produzenten — passender Wein und musikalische Begleitung inklusive.

Am letzten Tag des alten Jahres wartet auf Graz-Besucher noch ein ganz besonderes Genuss-Erlebnis: Auf dem Programm steht eine genussreiche Stadtführung mit vier appetitlichen Zwischenstopps inklusive Weinbegleitung und Espresso zum Dessert, gespickt mit unterhaltsamen Geschichten. Am Ende des Rundganges wird auf dem Grazer Schlossberg hoch über den Dächern der Genusshauptstadt mit einem Glas Sekt auf einen genussvollen Abschluss des alten Jahres angestoßen. Der vierstündige Silvesterspaziergang findet am 31. Dezember um 10:30 Uhr statt und kostet 64 Euro pro Person. Weitere Informationen gibt es unter: www.graztourismus.at und www.steiermark.com

Direkt an Österreichs größtem Skigebiet Ski Amadé liegt "Das Goldberg" in Bad Hofgastein im Salszburgerland. Hier können Gäste sofort in die Piste einsteigen, denn ein Skilift befindet sich direkt neben dem Haus, sich aber auch mit kulinarisch verwöhnen lassen. Hier speist man mit herrlichem Panoramablick in gemütlichen Stuben mit knisterndem Kaminfeuer.

Aus ausgewählten Produkten bereiten die Genussexperten im Restaurant Köstlichkeiten der österreichischen Küche zu und verfeinern diese mit frischen Alpenkräutern direkt aus dem hauseigenen Kräutergarten. Das Restaurant verfügt über einen großzügigen Buffetbereich wo sich zu jeder Tageszeit feine Genüsse finden lassen. Die Gäste erwarten selbstgemachte Produkte wie aromatische Aufstriche, knuspriges Bauernbrot aus der eigenen Manufaktur und duftende Kaffeespezialitäten der hauseigenen Kaffeerösterei sowie hausgemachter Kuchen und frisches Bergquellwasser aus der hauseigenen Frischwasserquelle.

Am Abend werden viergängige Gourmetmenüs mit verschiedenen Hauptgängen zur Wahl serviert. Der hauseigene Weinkeller beherbergt erlesene Weine aus dem In- und Ausland. Ob ein cremig, fruchtiger Muskateller, ein samtig, leicht aromatischer Brunello di Montalcino oder ein fruchtiger Zweigelt — Weinexperten beraten die Gäste gerne, den passenden Tropfen zu Ihrem Menü zu wählen und bieten in regelmäßigen Abständen auch anregende Weinverkostungen an.

Für Wintergenuss pur hat das familiengeführte Haus in Alleinlage auf einem Hochplateau auch spezielle Angebote geschnürt, die die Goldberg-Kulinarik, Wellness im hauseigenen Spa und Skipass beinhalten. Mehr dazu unter www.dasgoldberg.at

Die kulinarische Reise beginnt hier mit dem betreten des Schiffes, denn um das leibliche Wohl muss man sich nicht sorgen. Erstklassige Köche an Bord laufen täglich zur Höchstform auf. Das Buffetrestaurant hält jeden Tag neue Köstlichkeiten bereit. Mediterrane Kleinigkeiten, klassische Gerichte, gegrilltes Fleisch oder frischer Fisch sowie internationale und regionale Gerichte. Um den Abend kulinarisch perfekt zu machen, serviert der Sommelier korrespondierende Weine.

Für echte Feinschmecker bietet A-Rosa aber auch spezielle Gourmet-Kreuzfahrten auf Rhône/Saône und auf dem Rhein an. Hier dreht sich dann alles ums Schlemmen und Genießen. Auf der „Route Gourmet“ schippert man entlang der Rhône durch Südfrankreich, denn wo kann man besser genießen als im Land des Genusses? Ob Gaumenfreuden in Lyon, Avignon oder Arles, die Weine der Côte d'Or, Beaujolais und Burgund — Südfrankreich ist ein Schlaraffenland für Gourmets.

Auch landschaftlich sind diese Reisen ein wahrer Hochgenuss. Auf besondere Art lässt sich die Schönheit sowie Kulinarik jedes einzelnen Hafens entlang der Rhône entdecken. Einfach die Nase in den Fahrtwind halten und sich von den Düften und Aromen Südfrankreichs verführen lassen.

Auch auf dem Rhein kann man auf kulinarische Entdeckungsreise gehen. Die Gourmets erwarten herausragende Menüs gezaubert von Spitzenköchen, exzellente Dinnerkreationen, Wein,- Öl, oder Käseverkostungen, Champagnerkurse, Vorträge über Trüffel und vieles mehr. Beim Live-Cooking kann man sich auch einige Tricks abgucken.

Für Frühbucher winken übrigens spezielle Rabatte. Wie wäre es mit Weihnachtsshopping in Wien oder Korken knallen in Basel oder Amsterdam? Für Spontane sind jetzt noch Weihnachts- und Silvesterreisen auf Rhein und Donau buchbar. Im festlichen Ambiente, sich entspannt zurücklehnen und verwöhnen lassen. Empfehlenswert ist es übrigens, das Rundum-Sorglos-Paket Select Premium zu buchen, hier sind alles Leistungen inklusive. www.a-rosa.de

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