Im Jahr 2020 ein neues Unternehmen in der Reisebranche gründen? Das Team von Ab in den Bus hat es gewagt Busreisen mit Rundum-Service

Im September 2020 ein Unternehmen in der Touristik zu gründen, klingt irgendwie verrückt. Geschäftsführer Nico Donell lacht und sagt: „Wir wollten einfach etwas Neues machen.“ Fünf Gesellschafter riefen den Veranstalter Ab in den Bus ins Leben – mitten in der Coronazeit.

 Die 2+1-Bestuhlung bietet Passagieren in den modernen Reisebussen viel Platz.

Die 2+1-Bestuhlung bietet Passagieren in den modernen Reisebussen viel Platz.

Foto: Ab in den Bus

Alle fünf kommen aus der Tourismusbranche: aus Reisebüros und dem klassischen Gruppenreisegeschäft.

„Wir haben zunächst einmal überlegt, was wollen wir als eigenständiger Veranstalter und wie soll unser Produkt aussehen“, beschreibt Donell den Anfang des Unternehmens im Frühjahr 2020. Der gemeinsame Nenner war schnell gefunden: Busreisen in Deutschland und Europa. Mit den langjährigen Kontakten der Gesellschafter zu Hotels und Busanbietern waren schnell die ersten Reiseangebote geschrieben.

Ein Katalog
zum Blättern

Eine übersichtliche Webseite führt jeden Interessierten mit wenigen Klicks zur Wunschreise, aber auch gedruckte Kataloge sind zu bekommen. „Kunden können sie entweder bei uns online oder telefonisch bestellen, oder sich im Reisebüro beraten lassen und dort ein Exemplar mitnehmen.“ Denn das Team merkte schnell, dass die Busreiseklientel lieber einen Katalog zum Blättern in der Hand hält, als online zu suchen. Immerhin ist Ab in den Bus bereits in 22 Reisebüros buchbar, hauptsächlich im Raum Krefeld, Düsseldorf und Mönchengladbach. Der Sitz des Unternehmens ist Kaarst.

Der Mut in der Krise hat sich bewährt, denn bereits 2021 ging es von Sommer bis Winter los: Städtereisen, einzelne Urlaubsfahrten und viele Advent- und Silvesterreisen wurden gebucht. „Deutschlandurlaub wird am häufigsten nachgefragt“, sagt Donell.

Erwartungen wurden
im ersten Jahr übertroffen

Im Programm sind beispielsweise auch Reisen nach Italien, Österreich, Spanien und Portugal. „In 2021 und im ersten Halbjahr 2022 hatten wir bereits 200 Gäste, was für ein neues Unternehmen in Krisenzeiten unsere Erwartungen sogar übertrifft“, sagt Donell. Das Team ist optimistisch, allerdings hat niemand mit einer solchen Inflation und derart gestiegenen Kosten gerechnet. „Wie sich die zweite Jahreshälfte entwickelt, ist momentan nicht absehbar. Trotzdem haben wir aktuell folgende Reisen, die garantiert durchgeführt werden: Spreewald im Juli, Wien und Dresden im August, Bodensee und Blumenriviera im September.“

Kurzfristige Buchungen
gab es sonst selten

Waren Busreisen bislang typische Frühbucherreisen, muss sich derzeit auch diese Branche auf kurzfristige Buchungen einstellen. „Wir sind schon sehr flexibel, aber ab einem gewissen Datum vor Reisebeginn müssen wir eine Entscheidung treffen, ob wir unsere Mindestteilnehmerzahl von 20 Personen erreichen, ob wir mit weniger Gästen fahren oder die Reise absagen müssen“, räumt Donell ein.

Für seine Reisen mietet der Veranstalter neue, moderne Fernreisebusse. „Die Busse sind aus dem Jahr 2018 oder sogar noch jünger, top modern und alle mit Virenfiltern ausgestattet.“ Ganz aktuell im Sortiment: Busse mit 2+1-Bestuhlung, das heißt, ähnlich der ersten Klasse in der Bahn kann man auch allein sitzen und hat wesentlich mehr Platz.

Haustürabholung
und Reisebegleitung

Zum Service gehört neben der Haustürabholung auch eine Reisebegleitung und Übernachtungen in Hotels mit mindestens vier Sternen. „Im Reisepreis sind zudem sämtliche Kosten enthalten, da gibt es vor Ort keine Überraschungen für unsere Kunden, dass sie für Ausflüge oder ähnliches noch extra bezahlen sollen“, sagt Donell.

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