Outdoor-Aktivitäten im Frühling - wenn wir aus dem Winterschlaf erwachen

Outdoor-Aktivitäten im Frühling - wenn wir aus dem Winterschlaf erwachen

Wenn der Regen langsam nachlässt, die Temperaturen milder werden und draußen die ersten Knospen sprießen, spüren viele den Ruf, wieder das Haus zu verlassen. Die Tage werden länger und womöglich steckt da noch ein Neujahrsvorsatz im Hinterkopf, dessen mahnende Stimme irgendwas von Sport und Bewegung erzählt.

Na, da ist der Frühling doch perfekt? Immerhin ist das die Zeit des Frühjahrsputzes - und der kann - und wird - sich in diesem Jahr auch auf Outdoor-Aktivitäten beziehen. Jetzt heißt es: Schrank auf, Outdoor-Bekleidung raus und auf geht’s. Dieser Artikel zeigt auf, welche Möglichkeiten passionierte Sportler und ambitionierte Bewegungsmuffel haben.

Wenn der Frühling langsam durchkommt, ist für viele Menschen wieder Outdoor-Aktivität angesagt - doch welche Möglichkeiten existieren dabei eigentlich? Foto: @ bettinabef (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Wenn man genauer darüber nachdenkt, ist das Wandern der ideale Einstieg für Bewegungsmuffel, die langsam beginnen und sich nicht gleich mit großartigem Equipment eindecken möchten. Traditionell wird die Aktivität zwar gerne mit einer Altherrenveranstaltung gleichgesetzt, aber das ist absolut falsch. Denn Wanderungen haben unglaubliche Vorteile:

Den Frühling für ausgedehnte Mountainbike-Touren nutzen und die Natur genießen. Foto: @ Antranias (CC0-Lizenz) / pixabay.com

- Überall möglich - beim Wandern muss niemand auf vorgeschriebene Wege, Routen oder Gebiete achten. Die Wanderung kann mit dem ersten Schritt aus der Haustür beginnen und enden, wo immer man es will. Und jeder hat die Chance, selbst zu bestimmen, wie lange sie andauern soll. Zum Beginn kann es ein längerer Spaziergang sein, bei besonders schönem Wetter kann sie auch den ganzen Tag andauern. Sie kann durch Wälder, entlang des Strandes im Urlaub, in die Berge oder auch durch Felder und Dörfer führen.

- Entspannung - das Wandern hilft beim Entspannen. Da es keine festen Pensen zu bewältigen gibt, können Einsteiger und Profis auch unter der Woche nach dem Arbeitsschluss ihr Heil zu Fuß suchen und sich in der Natur entspannen. Wie das geht? Einfach mal bewusst auf die Natur konzentrieren, auf den Boden unter den Füßen, auf die Gerüche, die in die Nase steigen.

- Ausbaufähig - beim Wandern kann jeder langsam anfangen und sich fit für andere Sportarten machen. Wer sich fit fühlt, kann die eigene Geschwindigkeit steigern und sich vielleicht sogar am Nordic Walking versuchen.

Wer in fremden Gebieten wandern geht, sollte sich vor dem Losgehen mit den Routen näher bekanntmachen. Das trifft insbesondere auf Bergwanderungen zu, die durchaus in recht abgelegene Gebiete führen können. Grundsätzlich gilt bei allen längeren Wanderungen in Gegenden, in denen sich ein Wanderer nicht perfekt auskennt:

- Planung - die Wegstrecke sollte vorher geprüft und verinnerlicht werden. Anhand ihr wird berechnet, wie lange die Wanderung ungefähr dauern wird und wie viel Wasser mitgenommen wird.

- Ruhepunkte - bei langen Wanderungen sollten entlang der Route Gasthöfe liegen. Hier kann gegessen werden - aber auch der Getränkevorrat aufgefüllt.

- Sicherheit - in unbekannten Gebieten und auf jeder Wanderung, die abseits vom Trubel stattfindet, gilt, dass die Sicherheit das oberste Gebot ist. Das Handy sollte mit dabei sein, zudem sollte jemand über die geplante Route informiert werden. Bei Bergwanderungen mit Übernachtungen in einer Berghütte sollte der Wirt über die geplante Ankunftszeit informiert werden, sodass jemand Ausschau halten kann, wenn die Wandergruppe nicht eintrifft.

- Ausrüstung - welche Ausrüstung gebraucht wird, hängt von der Art der Wanderung ab. Aber gutes Schuhwerk, regenfeste Kleidung und ein Rucksack, in dem unbedingt Getränke und Müsliriegel sein sollten, sind Pflicht.

Wem das Wandern zu langweilig ist oder wer schlichtweg keine Lust hat, zu Fuß unterwegs zu sein, der steigt aufs Rad. Mountainbikes sind perfekt für all diejenigen, die sicher auf zwei Rädern sind und denen es nach Action steht. Wer in der Regel nur einmal im Jahr aufs Rad steigt und dann damit beschäftigt ist, das Gleichgewicht zu halten, der sollte das Mountainbike zuerst nur auf Radwegen benutzen. Für alle anderen hingegen können Offroad-Touren die Reste des Winterschlafmonsters helfen zu vertreiben. Aber es gibt einige Dinge zu beachten:

- Rad - ist noch kein Mountainbike vorhanden, sollte bei der Anschaffung auf eine gute Qualität und Passform geachtet werden. Die Größe des Bikes muss zum Fahrer passen, da sonst das Gleichgewicht schlechter wird. Zudem existieren neben den Standard-Hardtail-Bikes auch noch andere Typen, die jeweils auf entsprechendes Gelände abgestimmt sind. Für den normalen Gebrauch sind Hardtail-Bikes jedoch vollkommen ausreichend. Bei bereits vorhandenen Rädern gilt: Auch das Rad muss aus dem Winterschlafmodus geholt werden. Bremsen, Kette, Reifen - das sind Bauteile, die vor der ersten Tour kontrolliert und gegebenenfalls repariert oder getauscht werden müssen.

- Sicherheit - Mountainbiker sollten nicht nur an den Spaß, sondern auch an sich denken. Und das heißt: Gerade bei Offroad-Touren ist ein Helm Pflicht. Ebenfalls erweisen sich Rückenprotektoren als nützlich, da viele Routen durch Wälder führen und ein Sturz schnell mal auf einer Baumwurzel enden kann. Wer alleine unterwegs, ist sollte ein stabiles Handy mitnehmen, mit dem im Ernstfall Hilfe geholt werden kann.

- Routen - Offroad-Touren führen natürlich nicht über hübsch asphaltierte Radwege, sondern über Wiesen, durch Wälder und auch mal durch die Berge. Offroad bedeutet aber nicht, dass sich Mountainbiker an keine Regel zu halten haben, oder dass ihnen die Welt allein gehört. Gerade in unübersichtlichen Gebieten ist das vorausschauende Fahren das oberste Gebot. Und: In Wäldern, in denen Reit- und Wanderwege sind, muss auf andere Personen geachtet und das Tempo notfalls gedrosselt werden.

Für alle, die weder wandern noch Rad fahren möchten, könnte das Geocaching eventuell etwas sein. Die moderne Form der Schnitzeljagd lockt ebenfalls nach draußen und bietet das Naturerlebnis mit Aufregung und Abenteuer. Wer es ein wenig anstrengender wünscht, kann Geocaching mit Joggen oder Nordic Walking verbinden.

Selbst im unmittelbaren Umkreis der Wohnung hat jeder die Möglichkeit, sich vor die Tür zu wagen und sich an Outdoor-Aktivitäten zu versuchen. Für Einsteiger bietet sich das Wandern durchaus an, gerade, weil die Routen so gelegt werden können, dass es zu keiner allzu großen Anstrengung kommt. Mountainbiking ist für alle, die den Nervenkitzel spüren wollen und wem das zu viel ist, der kann Joggen, gewöhnliche Radtouren unternehmen oder auch mit dem Nordic Walking beginnen. Und falls das Wetter schlecht ist: Selbst im Regen macht ein Waldspaziergang Spaß, es kommt nur auf die richtige Kleidung an.