Kolumne Gute Reise Huhn oder Pasta?

Von Claudia Kasemann

Westdeutsche Zeitung Kolumne Gute Reise
Foto: Schwartz, Anna (as)

Ah, endlich Essen: „Huhn oder Pasta?“ hieß es vor Jahren ebenso regelmäßig wie selbstverständlich an Bord von Ferienfliegern. Quälenden Hunger dürfte wohl niemand je gehabt haben – die Mahlzeit in der Luft war vor allem eine willkommene Abwechslung auf dem Weg in den Urlaub. Meist war sie im Preis inbegriffen, und entsprechend kümmerte es kaum jemanden, ob etwas übrig blieb oder Müll verursachte.

Die Zeiten sind vorbei. Auf der Kurz- und Mittelstrecke kosten Snacks und Getränke meist extra. Während längerer Flüge gehen Airlines wie Lufthansa teils neue Wege und verfolgen Initiativen, bei denen man Fluggästen auf den letzten Kurzstreckenflügen eines Tages übrig gebliebene Frischeprodukte zum reduzierten Preis anbietet, so ein Sprecher der Lufthansa Group zu Beginn der Aktion im Frühjahr. Gut 80 000 Produkte seien so im Jahr 2022 verkauft statt entsorgt worden. Auch soll durch Vorbestellungen Abfall reduziert werden.

Was das wirklich bringt – im Vergleich zum Gesamtvolumen an Müll – man weiß es nicht. Klar indes ist: Nachhaltigkeit bleibt auch und gerade für Fluggesellschaften ein großes (Image-)Thema. Da hilft gefühlt jedes weiterverkaufte Hühnchen.

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