Kolumne Gute Reise Der Held vom Hudson

Von Claudia Kasemann

 Wuppertal

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Foto: Schwartz, Anna (as)

Was war das für eine Sensation, das „Wunder vom Hudson“: 15 Jahre sind vergangen, seit Chesley „Sully“ Sullenberger mit einer Notwasserung  auf dem New Yorker Hudson River das Leben von 155 Menschen an Bord des US-Airways-Flugs 1549 rettete.

Anlässlich des Jubiläums hat sich der mittlerweile pensionierte  Pilot als „immer dankbarer“ für den glücklichen Ausgang des Vorfalls bezeichnet. „Ich denke, dass es eine Zeit war, zu der wir eine Geschichte brauchten, die uns Hoffnung gab“, sagte Sullenberger, der als Held gefeiert wird. 

Hoffnung braucht die amerikanische Flugzeugindustrie aktuell mehr denn je – Hersteller Boeing kommt aus den negativen Schlagzeilen kaum mehr heraus. Die beinahe-Katastrophe mit  einer fast brandneuen 737 Max9, bei der eine unzureichend befestigte Tür-Verblendung ein Loch in den Rumpf einer Alaska Airlines-Maschine riss, war die jüngste schlechte Nachricht einer ganzen Serie. Zwar ist auch dieses Pilotenteam zu feiern, brachte es doch alle Passagiere sicher auf den Boden.

Doch in punkto Heldentum reicht an „Sully“ so schnell niemand heran: Sein Flugzeug, in dessen Triebwerke kurz nach dem Start Vögel geraten waren, war übrigens keine Boeing, sondern ein Airbus A320. Und man kann ihn sogar besichtigen: in der nach dem Piloten benannten Sullenberger Aviation Ausstellung in Charlotte/North Carolina. Infos dazu im Netz: www.sullenbergeraviation.org

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