Kolumne Gute Reise Kann weg

Von Claudia Kasemann

Wuppertal

Wuppertal

Foto: Schwartz, Anna (as)

„Geschmacklos, überflüssig und viel zu teuer!“ Eine Kritik, die sich auf fast alles anwenden lässt, was das Auge oder den Horizont des jeweiligen Betrachters im ersten Eindruck überfordert. So ein Gebäude wie die weltberühmte Casa Milà in Barcelona beispielsweise. Das Haus des genialen Architekten Antoni Gaudí stieß bei seiner Entstehung ebenso auf auf Kritik wie nur wenige Jahrzehnte zuvor der Eiffelturm in Paris. „Hässlich“, fanden ihn viele und nannten das heutige Wahrzeichen der französischen Hauptstadt „Stahlgerippe von Paris“. Verschrottungswürdig, ganz klar.
Gut, dass schon damals nicht immer sofort auf jede Kritik gehört wurde und sich Kunst, Kultur sowie zuweilen auch Pragmatismus bei der Realisation durchgesetzt haben. Ein bestes Beispiel dafür liegt fast direkt vor der Haustür: Hätten man sich im Bergischen Land vor mehr als 120 Jahren nicht so  fortschrittlich, selbstbewusst und mutig gezeigt, wäre die Wuppertaler Schwebebahn vielleicht nur ein schöner Plan auf dem Schreibtisch des findigen Ingenieurs Eugen Langen geblieben.

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