Ratgeber Umweltbewusstsein in der Modewelt - exklusives Styling ist auch nachhaltig möglich

Nachhaltigkeit ist in allen Lebensbereichen ein wichtiges Thema. In der Modewelt umfasst das Umweltbewusstsein unterschiedliche Aspekte.

Umweltbewusstsein in der Modewelt
Foto: pixabay.com/DanaTentis

Es geht um einen respektvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie um die Einhaltung ökologischer Standards bei der Herstellung von Textilien. Modisches Styling und Schnäppchensuche dürfen nicht zulasten der Umwelt gehen. Es gibt viele Möglichkeiten, umweltbewusst zu denken und zu handeln.

Die Lebensdauer von Kleidungsstücken verlängern

Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist mittlerweile auch in der Modebranche angekommen. Es ist möglich, eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung mit Umweltbewusstsein und Naturschutz in Einklang zu bringen. Die Modewelt ist eine dynamische Branche, in der sich Trends rasend schnell verändern. In jeder Saison werden neue Kollektionen präsentiert. Daraus resultiert, dass viele Kleidungsstücke nur kurze Zeit getragen werden. Ein halbes Jahr später sind sie bereits wieder out und werden meistens entsorgt. Durch den häufigen Wandel der Mode müssen ständig Textilien produziert werden. Wer jede Moderichtung mitmachen will, muss dafür tief in den Geldbeutel greifen. Der Trend zur Nachhaltigkeit hat dazu geführt, dass viele Verbraucher*innen ihre Modestrategie überdenken. Schick und gepflegt aussehen kann man auch mit Luxus Designer Fashion aus zweiter Hand. Bereits getragene Kleidungsstücke, die im Online-Shop für Designer Second Hand und Vintage Mode angeboten werden, müssen makellos und gepflegt sein. Oftmals werden Designerkleider renommierter Marken nur wenige Male getragen. Second-Hand-Mode wird auch als Preloved oder Circular Fashion bezeichnet. Das Besondere an diesem Konzept ist, dass die Lebensdauer von Kleidungsstücken verlängert wird, indem diese als Second-Hand-Modelle wieder auf den Markt gelangen. Das Ziel besteht darin, den Kreislauf der Mode nachhaltiger zu gestalten. Jedes bereits getragene Kleidungsstück, das als Vintage-Teil neue Besitzer*innen findet, verringert die Abfallmenge und trägt dadurch zur Schonung der Umwelt und der natürlichen Ressourcen bei. Qualitätsstandards und Transparenz sollten allerdings eingehalten werden, um das Vertrauen der Klientel zu gewährleisten. Vintage-Stücke zeichnen sich durch zeitlosen Charme aus und können mit aktuellen Modetrends kombiniert werden.

Den Kleiderschrank regelmäßig ausmisten

In vielen Haushalten platzen die Kleiderschränke aus allen Nähten. Dennoch haben viele Menschen das Gefühl, einfach „nichts anzuziehen zu haben“. Die Ursache für die Frustgefühle ist meist Unordnung im Schrank. Mangelnde Übersicht führt dazu, dass der wahre Bestand an Textilien nicht erkannt oder unterschätzt wird. Durch die Masse an Bekleidung, die in Schubladen und auf Kleiderbügeln in Schränken lagert, fehlt der Überblick. Den Kleiderschrank regelmäßig auszumisten, ist empfehlenswert und nachhaltig. Was ist wichtig und was kann weg? Bekleidungsteile, die längere Zeit nicht getragen werden, nehmen viel Platz weg. Der oftmals knapp bemessene Stauraum im Kleiderschrank wird für die aktuelle Garderobe benötigt. Es empfiehlt sich daher, nicht mehr passende, alte und unansehnlich gewordene Kleidungsstücke auszusortieren. Gute Organisation und eine geeignete Einräumstrategie sorgen für Ordnung im Schrank. Blusen, T-Shirts und Pullover brauchen, ordentlich zusammengefaltet, nur wenig Platz. Am einfachsten ist das Aufräumen, wenn jedes Bekleidungsteil einen festen Platz bekommt. So ist gewährleistet, dass Röcke, Hosen, Jacken und Mäntel nach dem Tragen wieder an den entsprechenden Ort zurückgelegt werden. Das Sortieren nach Art, Farben und Saison ist eine gute Möglichkeit, Kleiderschränke übersichtlich zu halten. Nicht mehr benötigte Kleidung kann als Kleiderspende entsorgt oder, falls hochwertig und gut erhalten, als Vintagemodell online in auf Second-Hand-Mode spezialisierten Shop-Portalen angeboten werden. Circular Fashion ist ein Trend, der groß im Kommen ist. Gut erhaltene, gebrauchte Kleidung muss nicht wie Abfall entsorgt werden, sondern erhält second hand ein zweites Leben.

Was ist kreislauffähige Mode?

Was ist kreislauffähige Mode? Die Idee, Bekleidung nicht mehr benötigte wird, nicht einfach wegzuwerfen, sondern wiederzuwerten, ist nicht neu. Schon 1988 beschäftigte man sich mit der zirkularen Wirtschaft. Als Gegenpol zur schnelllebigen Mode ist Circular Fashion nachhaltiger und ressourcenschonender. Indem die Lebenszyklen von Bekleidung und anderen Modeprodukten verlängert werden, kann eine Überproduktion von Textilien vermieden werden. Bekleidung gilt als nachhaltig, wenn sie mindestens 30 Mal getragen werden kann. Ob ein Kleidungsstück lange haltbar ist, hängt vom Material sowie von der Qualität der Verarbeitung ab. In der Fashionwelt ist ein Umdenken zu beobachten. Wegwerfmode ist out. Wenn die Kleidung zu schnell kaputtgeht, stimmt etwas an der Qualität oder an der Textilpflege nicht. Der Trend geht in Richtung hochwertige, tragbare und alltagstaugliche Mode. Übermäßiger Verbrauch natürlicher Ressourcen schwächt die Umwelt. Zur Textilherstellung werden große Flächen zum Anbau der Fasern sowie große Wassermengen zur Bewässerung von Baumwolle und anderen pflanzlichen Naturfasern benötigt. Des Weiteren verursacht die Färbung und Veredelung der Materialien im Rahmen der Textilproduktion eine signifikante Wasserverschmutzung. Beim Waschen synthetischer Textilien gelangt Mikroplastik in die Umwelt. Vermeidbar ist dies durch das Tragen hochwertiger, aus Naturfasern hergestellter Bekleidung sowie durch nachhaltige Textilpflege.

Waschen, reinigen und trocknen - aber bitte nachhaltig!

Textilien sollten regelmäßig gewaschen und sorgfältig gepflegt werden. Da die Pflegemaßnahmen abhängig vom Material variieren können, ist es sinnvoll, die Pflegehinweise auf dem Etikett zu beachten. Kann man einen Bikini oder eine Badehose bei 30 Grad waschen? Damit getragene Bademode wieder sauber wird, reichen in der Regel niedrige Waschtemperaturen aus. Kleidungsstücke aus delikaten Stoffen sollten zur Reinigung gebracht werden. In der Textilreinigung werden zur Entfernung von Schmutz und Flecken spezielle Verfahren eingesetzt. Mittlerweile kommen auch umweltfreundliche Lösungsmittel zum Einsatz, sodass Kleidung aus Samt, Leder, Seide, Merinowolle und Kaschmir nicht beschädigt wird. Textilien aus Kunstfasern wie Polyester oder Nylon sowie aus Naturfasern wie Baumwolle und Denim können zu Hause in der Waschmaschine gewaschen werden. Nach dem Waschen muss die Wäsche trocknen. Wäschetrockner verbrauchen jedoch viel Strom. Die nachhaltigste Vorgehensweise besteht darin, Textilien draußen zu trocknen. An der frischen Luft auf der Wäscheleine oder auf der Wäschespinne trocknen Kleidungsstücke auf natürliche Weise durch den Einfluss von Sonne und Wind. Falls kein Balkon oder keine Terrasse zur Verfügung steht, kann die Wäsche auch in der Wohnung vor einem geöffneten Fenster getrocknet werden. Beim Wäschetrocknen auf der Wäscheleine wird die Kleidung geschont, während empfindliche Fasern durch das Drehen der Trommel im Wäschetrockner schrumpfen, Löcher bekommen oder anderweitig Schaden nehmen können. Um dieses Risiko beim Waschen in der Waschmaschine zu minimieren, sollte das Waschprogramm sorgfältig ausgewählt werden. Nicht jedes Kleidungsstück muss anschließend gebügelt werden. Abdampfen ist eine sanftere Option, die gleichzeitig die Fasern schont und auch zum Auffrischen zwischendurch geeignet ist.

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