Mehr Abwechslung wagen: So fühlen sich auch Frösche im Aquarium wohl

Mehr Abwechslung wagen : So fühlen sich auch Frösche im Aquarium wohl

Wer sagt, dass immer nur kleine Fische ins Aquarium gehören? Eine Alternative können auch Frösche sein. Sie faszinieren mit akrobatischen Drehungen und Loopings. Wasserlebende Frösche ermöglichen lustige Beobachtungen, verspricht der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH).

Neben den Überschlägen bei der Paarung sei das Schlüpfen der Kaulquappen aus der Rückenhaut des Muttertiers bei Zwergwabenkröten äußerst sehenswert. Genau wie die Ringkämpfe der Zwergkrallenfrosch-Männchen, findet Kriton Kunz von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT).

Sie gehören neben dem Glatten Krallenfrosch zu den überwiegend oder ausschließlich im Wasser lebenden Arten und stellen keine großen Ansprüche. „Sie lassen sich in einem gewöhnlichen Aquarium halten und benötigen keinen Landteil“, erklärt Kunz.

Viele Exemplare würden gerne an der Wasseroberfläche an Schwimmpflanzen ruhen. Eine Ausnahme bilden da die Krallenfrösche. Die buddeln eingepflanzte Wasserpflanzen mit Vorliebe wieder aus. Also bräuchten sie Pflanzen, die auf der Oberfläche und frei im Wasser treiben - wie Egeria, Lemna oder Pistia, rät Kunz.

Wichtig für die Amphibien seien dunkle und enge Verstecke, wie hohl liegende Wurzeln, Steine oder halbe Tonröhren. Kein frisches, sondern mindestens einen Tag im Eimer abgestandenes Wasser gefalle den Fröschen.

Zum Futtern bevorzugen sie Lebendes wie Wasserflöhe und Mückenlarven, aber auch tiefgefrorene Regenwürmer. Damit sie vor Freude darüber nicht aus dem Aquarium springen, braucht das Becken unbedingt eine gute Abdeckung.

„Sie finden oft erstaunliche Lücken“, warnt der Experte. Er empfiehlt zudem als Standort nicht das Schlafzimmer. Das zirpende Geräusch könne empfindliche Gemüter stören.

(dpa)
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