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FINDEFIX feiert Jubiläum: 40 Jahre Haustierregister

Haustierregister : FINDEFIX feiert Jubiläum: 40 Jahre Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes

Wenn der geliebte Vierbeiner plötzlich verschwindet oder nicht mehr nach Hause kommt, ist das ein wahrer Alptraum. Umso wichtiger ist es vorzusorgen. Kennzeichnung und Registrierung – dieser wichtige Zweiklang schützt Haustiere und entlastet Tierheime.

Denn nur durch die Kombination dieser zwei Maßnahmen kann ein verloren gegangenes Tier, das beispielsweise im Tierheim landet, schnell seinem Besitzer zugeordnet werden.

Mit Mikrochip und Kennnummer

Der Deutsche Tierschutzbund hat bereits 1981 das erste kostenlose und gemeinnützige Haustierregister in Deutschland gegründet, in dem Hunde und Katzen, aber auch Pferde, Kleintiere und Vögel registriert werden können. Seit 2017 nennt es sich FINDEFIX. „Dass der Tierschutzbund ein Haustierregister ins Leben rief, war ursprünglich eine Reaktion auf damals verbreitete Tierdiebstähle durch kriminelle Versuchstierhändler“, weiß Daniela Rohs, die Leiterin von FINDEFIX.

Da Tierdiebe Halsbänder und Marken leicht entfernen konnten, war eine sicherere, unverwechselbare Kennzeichnung nötig. Zunächst setzte man auf Tätowierungen, die sich aber als weniger ideal erwiesen – weil sie verblassen oder Haare darüber wachsen können. Zudem können Tätowierungen theoretisch von verschiedenen Tierärzten mehr als einmal vergeben werden.

Ab 1991 verbreitete sich daher die noch heute übliche Methode, Tiere mit einem Transponder mit Mikrochip zu kennzeichnen. Den Mikrochip-Transponder setzt ein Tierarzt mit einer Spritze unter die Haut des Tieres. Die auf dem Chip gespeicherte 15-stellige Nummer wird weltweit nur einmalig vergeben. Damit FINDEFIX ein Tier anhand dieser Chipnummer seinem Halter zuordnen kann, muss dieser sein Tier nach der Kennzeichnung beim Haustierregister angemeldet haben - per Post oder auf der Website www.findefix.com. Dort wird die Chipnummer mit wichtigen Daten zu Tier und Halter verknüpft. Besitzer von Vögeln können statt der Chipnummer die Ringnummer ihre gefiederten Lieblinge registrieren.

FINDEFIX hilft auch im Urlaub

Die Chancen, das eigene Tier im Fall der Fälle zurück nach Hause zu vermitteln, steigen so enorm. Immer noch ist allerdings die Hälfte aller Haustiere nicht gekennzeichnet und noch weniger sind registriert. Gerade in Zeiten des coronabedingten Haustierbooms, wo sich viele Menschen neu ein Tier anschaffen, sei es daher wichtig, immer wieder daran zu erinnern, so Rohs: „Tiere können uns nicht sagen, ob jemand gerade verzweifelt nach ihnen sucht. Ein Haustierregister schon. Ohne FINDEFIX hätten viele Menschen ihre verlorenen Lieblinge niemals wiedergesehen.“

In den vergangenen vier Jahrzehnten konnten durch die Hilfe von FINDEFIX hunderttausende Haustiere wieder mit ihren Besitzern vereint werden. Als Dachverband der deutschen Tierheime und Tierschutzvereine verfügt der Tierschutzbund über ein großes Netzwerk, das bei der Suche und Rückvermittlung von Tieren hilft. Auch im Urlaub sind registrierte Tiere geschützt, da sich FINDEFIX mit anderen Registrierdiensten weltweit austauscht.