Technik: Mini-Karte mit Mega-Kapazität

Technik: Mini-Karte mit Mega-Kapazität

Mit den neuen Speicherchips kann man sogar ins Netz.

Düsseldorf. Goldene Zeiten für datendurstige Fotofreunde und Videofilmer: Die Hersteller stopfen immer mehr Gigabytes (GB) auf ihre winzigen Flash-Karten.

So präsentierte Hersteller Sandisk 2003 auf der CeBIT noch eine Karte mit mickrigen vier GB Fassungsvermögen zum stolzen Preis von 925 Euro.

Heute lockt der Marktführer mit einem üppigen 64 GB Chip für 280 Euro. Einen vier GB-Winzling gibt’s im Handel bereits zum Schnäppchenpreis von rund 10 Euro.

Eine Mini-Karte mit Monster-Kapazität eignet sich gut als Erweiterung für Smartphone, TV Navi, MP3-Player, Camcorder und Digitalkamera. Sie lässt sich beliebig oft löschen und neu beschreiben.

Ein Speicherzwerg läuft zudem geräuschlos und gilt als äußerst robust. Ohne Stromzufuhr behält er seine Daten rund zehn Jahre - die Lebensdauer entspricht in etwa der einer externen Festplatte. Doch Vorsicht: Ältere Geräte verstehen die neuen Jumbo-Karten nicht. Tipp: Vor dem Kauf in der Bedienungsanleitung schauen, mit welcher Speicherkartengröße das Gerät harmoniert.

Neben der Größe lohnt sich ein Blick auf die Datenrate. Wer etwa schnelle Serienaufnahmen mit einer teuren Spiegelreflexkamera schießen will, greift am besten zu einer Karte mit einer Bezeichnung wie "HighSpeed", "Ultra II" oder "Extreme III". Eine Rarität sind Karten mit eingebautem Funkmodul (WLAN). Mit ihnen ist es möglich, Daten direkt von der Kamera an ausgewählte Fotodienste wie FlickR zu schicken.

Tipp: Eye-Fi (www.eye.fi) hat gleich ein ganzes Sortiment von Funkkarten im Angebot. Voraussetzung: Die Kamera braucht einen Einschub vom Typ SD. Das Modell "Eye-Fi Explore X2" mit 8 GB Kapazität ermittelt sogar die geographischen Daten eines Bildes, auch Geotagging genannt. Preis: rund 100 Euro.

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