Nicht direkt sporteln Streifenfrei: Bei Selbstbräuner-Pannen kann Peeling helfen

Frankfurt/Main · Gleichmäßig gebräunt soll die Haut aussehen, und das meist möglichst lange: Das verspricht Selbstbräuner zum Cremen oder Sprühen. Doch wie gelingt das am besten - und was tun, wenn was daneben geht?

Sommerbräune ohne Sonnenbrand: Verteilt man den Selbstbräuner auf der Haut gleichmäßig, funktioniert das sogar streifenfrei.

Sommerbräune ohne Sonnenbrand: Verteilt man den Selbstbräuner auf der Haut gleichmäßig, funktioniert das sogar streifenfrei.

Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn/dpa

Sommerlich gebräunte Beine, sobald die Strumpfhosen ausgedient haben. Die Winterblässe aus dem Gesicht bekommen, ganz ohne Sonnenbrand und Solarium. Beides kann mit Selbstbräunern klappen. Sie arbeiten in der Regel mit Dihydroxyaceton (DHA), einem aus Glycerin gewonnenen Zucker, der mit den freien Aminosäuren und Proteinen der Haut reagiert. Selbstbräuner sind etwa als Cremes, Sprays oder Gele zu haben.

Was man davon am besten wählt, das hängt auch vom eigenen Hautzustand ab. Für trockene Haut sind dem Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) zufolge beispielsweise selbstbräunende Cremes ideal. Hat man eher fettige Haut, kann man gut zu ölfreien Selbstbräunungslotionen oder Selbstbräunungsgelen greifen.

Und Selbstbräunungsemulsionen und Sprays? Die eignen sich demnach für alle Hauttypen. Soll das Gesicht seine Blässe verlieren, gibt es dafür außerdem spezielle Produkte, meist als Cremes. Je nach ihrem Anteil an DHA sind sie auf verschiedene Hauttöne abgestimmt.

Härchen auf den Armen entfernen

Doch was hilft die abgestimmte Bräune, wenn sie an ein Streifenhörnchen erinnert? Damit das nicht passiert, das Ergebnis also möglichst gleichmäßig wird, sollte man die Haut vorm Eincremen oder Einsprayen mit Selbstbräuner gründlich reinigen und peelen. Sinnvoll kann es auch sein, am Abend vorher die Härchen auf Beinen und Unterarmen zu entfernen. Sie können laut IKW zu einer fleckigen Braunfärbung führen. Über Nacht kann sich die Haut dann wieder beruhigen.

Und auch beim Aufragen, kann man ein paar Dinge beachten: etwa im Gesicht den Übergang vom Kinn zum Hals sorgfältig zu verwischen. Und Augenbrauen und Haaransatz auszusparen. Sonst kann sich der Selbstbräuner zwischen den Haaren sammeln und die Haut dort dunkler färben. Hat man den Selbstbräuner versehentlich auf behaarte Stellen getupft, kann man ihn übrigens direkt mit einem feuchten Tuch entfernen.

Nicht gleich duschen oder Sport treiben

Bei Pannen, die man erst später entdeckt, kann dem IKW zufolge auch ein Peeling helfen. Damit ließen sich Flecken oder Streifen zwar nicht völlig retuschieren, aber doch etwas lindern.

Übrigens: Damit die Haut möglichst lange gleichmäßig gebräunt bleibt, cremt man sie am besten regelmäßig mit reichhaltigen Körperlotionen oder feuchtigkeitsspendenden Cremes ein - aber erst, nachdem der Selbstbräuner vollständig eingezogen ist. Und nachdem die Haut genügend Zeit hatte, mit den bräunenden Wirkstoffen zu reagieren. In den ersten drei Stunden nach dem Auftragen sollte man außerdem weder duschen noch schweißtreibenden Sport treiben. Sonst können sich Flecken bilden.

Wichtig zu wissen: Selbstbräuner schützt nicht vor UV-Strahlung. Sonnenschutz sollte man also weiterhin verwenden.

© dpa-infocom, dpa:240423-99-780455/2

(dpa)
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