„Skimming 2.0“: Täter mit neuer Technik

„Skimming 2.0“: Täter mit neuer Technik

Düsseldorf (dpa). Mit neuer Technik werden derzeit im Rheinlandgehäuft Kontodaten an manipulierten Geldautomaten ausgespäht. Das„Skimming 2.0“ (deutsch: Abschöpfen) ist selbst für Bank-Mitarbeiterkaum mehr zu erkennen.

Die Polizei warnte am Dienstag vor der neuenGeneration des Skimmings, gegen die auch das Verdecken der Tastaturbeim Eingeben der Geheimzahl nicht mehr schützt.

Die Täter montiereninzwischen sehr dünne, baugleiche Tastaturen über den Tasten derGeldautomaten und können damit die PIN-Zahlen abfangen. Parallel dazuwerden wie bisher durch unscheinbare Vorsatzgeräte die übrigenKartendaten beim Einschieben der Kontokarte abgeschöpft.

Hinter den Manipulationen an den bundesweit mehr als 50 000Geldautomaten soll die Organisierte Kriminalität stecken. Die ersteGeneration von Skimming-Technik hatte sich noch versteckterMini-Kameras bedient, die die Eingabe der Geheimzahl filmten.

In manchen Fällen sind an einem einzigen manipulierten Geldautomatenhunderte Karten-Daten abgeschöpft worden. Mit den Daten können dieBetrüger die EC-Karten komplett fälschen und mit den Dubletten - oftaus dem Ausland - die Konten der Karteninhaber plündern.

Die Ermittler empfehlen, nur gut bekannte Geldautomaten zu benutzen undauf Änderungen genau zu achten. Schon vor Einschieben der Geldkartesollten beliebige Zahlenkolonnen eingetippt und dabei auch mehrfach dieBestätigungstaste gedrückt werden. Nach der tatsächlichen Transaktionund Kartenausgabe sollte diese Prozedur wiederholt werden, um denTätern das Auffinden der richtigen Geheimzahl zu erschweren. DieEingabe sollte nach wie vor verdeckt erfolgen. Zum Öffnen derBankfiliale sollte eine andere Karte als für den Geldautomatenverwendet werden.

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