Mehr Autos fallen durch den Tüv

Mehr Autos fallen durch den Tüv

Der Tüv-Report belegt, dass sich die Mängelquote verschlechtert hat. Am besten schneiden japanische Modelle ab.

Berlin. Jährlich legt der Verband der Technischen Überwachungsvereine (VdTüv) eine Auswertung seiner Fahrzeugprüfungen vor. Diesmal zeigt sie einen Anstieg der Mängelquote und ein neues Modell an der Spitze.

Es gibt wieder mehr erhebliche Mängel bei den in Deutschland zugelassenen Autos. Im Untersuchungszeitraum waren es 19,5 Prozent, das sind 1,9 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor. Damit liege das Niveau etwa auf dem Durchschnitt der 1980er Jahre, teilte der Tüv- Verband mit. Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln erhalten nach der Hauptuntersuchung zunächst keine neue Plakette, sondern müssen die Mängel erst in der Werkstatt beheben lassen. Geringe Mängel hatten 28,2 Prozent der Wagen, 52,2 Prozent waren mängelfrei.

Sieger des Tüv-Reports 2011 ist der Toyota Prius, ein Hybridauto. Von 100 geprüften Fahrzeugen fielen bei der ersten Hauptuntersuchung (nach drei Jahren) im Durchschnitt nur 2,2 durch. Auch insgesamt schnitt der japanische Hersteller am besten ab: 17-mal befindet sich Toyota unter den ersten Zehn der fünf Altersgruppen (bis 3 Jahre, 4- 5, 6-7, 8-9, 10-11 Jahre).

Im Vergleich zum Vorjahr haben die Japaner mit mehr Modellen in den Spitzengruppen landen können und die deutschen Hersteller abgehängt. Unter den ersten Zehn der fünf Altersgruppen finden sich 31 japanische und 19 deutsche Fabrikate. Darunter ist Porsche mit drei Modellen 10-mal vertreten.

Schlusslicht ist der Kia Carnival, und zwar in gleich drei Altersgruppen. Bei den älteren Fahrzeugen hatten der Fiat Stilo (35,9 Prozent) und der Ford Ka (38,9 Prozent) eine hohe Mängelquote. Unter den letzten Zehn in den fünf Altersgruppen sind besonders häufig Renault (11-mal), Fiat und Ford (je 6-mal) vertreten.

Ausgewertet wurden 7,25 Millionen Hauptuntersuchungen im Zeitraum Juli 2009 bis Juni 2010. Das entspricht etwa 70 Prozent aller Tüv-Prüfungen und 30 Prozent aller Pkw-Hauptuntersuchungen in Deutschland.