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Jagd auf bedrohte Tiere

Jagd auf bedrohte Tiere

Auf Flughäfen kommen jeden Tag viele Menschen an. Und die bringen manchmal komische Sachen mit. Nicht alles davon ist erlaubt: „Von einem Elefanten-Stoßzahn über Nashornprodukte bis zu Hüten mit Schlangenleder kommt bei uns Verschiedenes an“, erzählt eine Expertin vom Zoll in der Stadt Frankfurt am Main.

Selbst wenn das nur als Mitbringsel gedacht ist: Tiere wie Elefanten oder Nashörner stehen auf der Liste bedrohter Arten. Sie sind so selten, dass sie geschützt werden müssen. Manche Leute jagen aber genau diese Tiere.

Das ist natürlich verboten. Allerdings lässt sich mit dem Schmuggel viel Geld verdienen. Besonders früher war etwa Elfenbein sehr begehrt. Daraus sind die Stoßzähne von Elefanten. Am meisten wird aber wohl inzwischen weltweit eine andere Tierart geschmuggelt: das Schuppentier. Das haben Fachleute am Freitag erzählt.

Das Schuppentier lebt in freier Natur in Afrika und Asien. Sein Körper ist voller harter Schuppen. Ein Experte erklärt, dass Leute genau diese Schuppen haben möchten. In einigen asiatischen Ländern denken manche, die Schuppen könnten bei Krankheiten helfen. Auch das Fleisch der Tiere ist viel wert.

„Ein Schuppentier kann mehrere Tausend US-Dollar kosten“, erklärt der Experte. US-Dollar heißt das Geld im Land USA. Über die Jagd auf Schuppentiere sagt der Fachmann: Der Gewinn sei höher als das Risiko. „Schuppentiere sind scheu, man sieht sie nicht so leicht – aber sie sind relativ leicht zu fangen.“ Wer erwischt wird, müsse dagegen oft nur kleine Geldstrafen bezahlen.

Zwar finden auch bei uns ab und an Ermittler die Schuppen der Tiere. Aber die zuständigen Experten sagen: Für den verbotenen Handel mit Schuppentieren und Elfenbein ist Deutschland nicht so wichtig. Wenn überhaupt, wird etwas von Urlaubern mitgebracht. Oder es wird über Deutschland in andere Länder geschmuggelt.

(dpa)