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Das war's mit der Kohle

Das war's mit der Kohle

Jetzt ist es beschlossen: Die umweltschädlichen Kohlekraftwerke werden innerhalb von 18 Jahren abgeschafft. Mit dem Plan der Regierung sind aber nicht alle zufrieden.

Ein großes Gebäude, aus dem eine dicke Wolke quillt: So sehen Kohlekraftwerke häufig aus. Noch haben wir einige davon in Deutschland. In Zukunft soll es die aber nicht mehr geben. Denn Politiker und Politikerinnen im Bundestag haben am Freitag beschlossen, nach und nach auf Energie aus Kohle zu verzichten. Wir klären die wichtigsten Fragen dazu.

Was ist Kohlekraft?

Im Moment gewinnen wir noch einen Teil unseres Stroms aus Kohle. Um an die ranzukommen, muss man sich erst mal in die Tiefe baggern. In einem Kraftwerk kann man aus der abgebauten Kohle dann Strom erzeugen. Vereinfacht gesagt geht das so: Die Kohle wird verbrannt und die entstandene Wärme kann man über mehrere Stationen in Strom umwandeln. Eigentlich sehr praktisch!

Was ist dann das Problem mit der Kohle?

Die Verbrennung von Kohle ist ziemlich schlecht fürs Klima. Dabei entsteht nämlich das schädliche Gas CO2. Das wird dann aus den Kraftwerken in die Luft gepustet. Dem Klimaschutz steht die Kohlekraft also im Weg.

Was genau wurde jetzt beschlossen?

Bis zum Jahr 2038 soll Schluss sein mit der Kohle. Dafür werden nacheinander alle Kohlekraftwerke abgestellt. Stattdessen soll mehr Strom auf umweltfreundlichere Art produziert werden. Dazu zählt etwa Windkraft. Außerdem werden die Regionen in Deutschland, für die Kohle bisher besonders wichtig war, mit Geld vom Staat unterstützt. Geld bekommen auch die Betreiber, deren Kraftwerke abgestellt werden.

Warum finden manche den Beschluss nicht so gut?

Vor allem die Umweltschützer sagen: Das geht alles viel zu langsam! Viele wünschen sich stattdessen einen Kohleausstieg bis zum Jahr 2030. Auch manche Politikerinnen und Politiker finden die 18 Jahre bis 2038 zu lang. Außerdem sind viele der Meinung, dass die Betreiber der Kraftwerke nicht so viel Geld bekommen sollten.

(dpa)