Wohntrends 2020 – für jeden etwas dabei

Haus & Garten : Wohntrends 2020 – für jeden etwas dabei

In den kalten Wintermonaten, wenn es draußen unangenehm ist, findet das Leben wieder drinnen statt. Vielen fällt dann auf, dass sie ihre eigenen vier Wände in den letzten Wochen und Monaten doch sträflich vernachlässigt haben. Unter Umständen ist es an der Zeit, ein bisschen Abwechslung ins Interieur zu bringen. Vielleicht steht auch ein Umzug an oder es ist einfach an der Zeit, der ganzen Wohnung ein Make-over zu verpassen. Die Wohntrends 2019 und 2020 kommen dann gerade recht. Es gibt spannende Farben, Design-Kontraste und unterschiedliche Materialien. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei – egal ob Einrichtungsmaximalist oder -minimalist.

Natürliche Materialien
„Slow Living“ ist eine neue Bewegung in der westlichen Gesellschaft, die mehr und mehr Anhänger findet. Dabei handelt es sich um eine Tendenz, die dazu anhält, sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen und im Alltag etwas langsamer zu machen, einen Gang runterzuschalten. Hier heißt es Minimalismus anstelle von Maximalismus. Das bedeutet auch, sich lieber mit einzelnen, hochwertigen und liebevoll ausgewählten Stücken einzurichten, als sich die Wohnung mit Billigmöbeln und Massen-Deko-Objekten vollzustellen.

Zum Slow Living gehören nachhaltige Naturmaterialien, wie Baumwolle, Rattan und Holz. Sie sind einfach zeitlos. Die Farbgebung ist natürlich, clean, mit Farbtönen wie Khaki, Camel, Beige, Grau oder Braun. Das ist das genaue Gegenteil zum Trend von Decoration-Overload und exzentrischen Wandanstrichen. Mit Slow-Living wird das eigene Zuhause wieder zu einer ruhigen Rückzugsoase, die sehr individuell gestaltet ist und in der die Bewohner Hektik und Sorgen des Alltags einfach vergessen können. Dazu passen Möbel im Loft-Style, wie sie hier beispielsweise beim Online Shop Wohnen.de zu sehen sind. Die Bewohner reduzieren sich auf das Wesentliche. Schnickschnack hat keinen Platz.

Pastell- und Eiscremefarben liegen voll im Trend
Pastellfarben bringen gute Laune. Der Wohntrend schafft einen kleinen Ausgleich zu den Knallfarben, die in den letzten Jahren dominiert haben. Die Eiscremefarben bringen das komplette Farbspektrum der Pastellfarben nach Hause: Pistazie, Aprikose, Vanille, Mango, Zitrone oder Erdbeere. Wer will, kann sich gleich einen ganzen Raum in seiner Lieblingspastell-Farbe streichen. Wem das zu viel ist, der kann mit einer einzelnen Wand anfangen, und sich langsam vortasten. Denkbar sind einfarbige Akzente zusammen mit anderen Eiscremefarben oder ein fröhlicher Mix aus den Pastellfarben und etwas kräftigeren Farbtönen.

Pastellfarben verleihen der Wohnung einen frischen Touch. Dabei tragen sie jedoch nicht auf. Eiscreme- oder Pastellfarben sehen besonders gut zu einem satten Schokobraun aus oder zu Sand- und Grautönen. Zum sorbetfarbenen Sessel mit den passenden, eiscremefarbenen Kissenbezügen passt der bunte Lampenschirm perfekt. Die sommerlichen Puderfarbtöne lassen sich gut untereinander kombinieren und harmonieren mit hellem Holz und goldenen Accessoires. Überhaupt bringen Samt, Seide, Gold und Marmor ein bisschen Modern Glam in die Wohnung. Glamour und nostalgisches Flair stehen im krassen Gegensatz zum Minimalismus-Trend. Bei Modern Glam darf es ruhig ein wenig opulenter sein.

Foto: josefko48/Pixabay

Der Art-Deco-Style
Art Deco, ein Wohntrend aus den goldenen 20ern, ist ebenfalls ein opulenterer Wohnstil. Dazu braucht es unbedingt eine Statement-Lampe und geometrische Vintage-Muster. Goldene Accessoires dürfen dabei nicht fehlen. Charakteristisch für den Stil: Es gibt kein prägendes Element. Art Deco besteht eher aus Komponenten. Luxuriöse Materialien, kräftige Farben, Sinnlichkeit, die sich in geschwungenen Formen und edlen Metallen ausdrückt. Auch florale Elemente, beispielsweise Wandornamente oder an Schränken, sind ebenfalls typisch. Genauso typisch sind prunkvolle Materialien: Marmor, Brokat, Samt, Perlen, Spitze, Seite und Pailletten verleihen dem Wohnalltag einen Hauch Luxus. Der Trend lässt sich ganz einfach mit Accessoires und Deko-Objekten umsetzen: ein Spiegel, eine Lampe oder vielleicht ein Beistelltisch. Ein gewagterer Schritt wäre das schicke Samtsofa und der Couchtisch mit vergoldeten Chrombeinen und einer Glasplatte.

Sinnlichkeit mit geschwungenen Formen
Bei der Einrichtung geht es manchmal wirklich rund. Organische Formen, Möbel mit Kurven und Designelemente mit geschwungenen Formen sind ein neuer Interior-Trend. Die populären Beistelltische in Nierenform, wie sie in den 50er-Jahren modern waren, feiern ein Comeback. Dabei gibt es die Variante aus dem Antik-Laden, ganz originalgetreu, oder die modernen Überarbeitungen mit viel Glas und Metall.

Auch Kugellampen, die Anfang der 2000er-Jahre schon einmal sehr beliebt waren, kommen zurück in die Wohnzimmer – und zwar im XL-Format. Genauso kehrt die Esstischbeleuchtung auch zurück, die mit mehreren Lampenschirmen designt ist. Diese Elemente sorgen für eine moderne Atmosphäre in einem eher schlicht eingerichteten Ambiente: Minimalismus trifft hier auf Sinnlichkeit.

Grüner Wohndschungel
Auch Grün steht wieder hoch im Kurs. Ein lebhafter Wohndschungel mit vielen Zimmerpflanzen oder mit einzelnen Pflanzen ist wieder in. Die Pflanzen können einzeln als Deko-Objekt im Regal stehen oder auf dem Fenstersims. Eine andere Variante ist der kleine „Urban Jungle“, der aus ganz unterschiedlichen Pflanzenarten besteht. Dieser Wohntrend findet sogar Anhänger unter denjenigen, die nicht mit dem grünen Daumen gesegnet sind. Dafür sorgen kunstvolle Einrichtungsszenarien auf Instagram, die vielen als Inspiration dienen. Große Zimmerpflanzen, wie Yucca-Palme oder Monstera, sind dabei besonders beliebt. Wer noch kein frisches Grün in seinem Heim hat, sollte sich einmal auf das Experiment einlassen. Die heimische Pflanzensammlung könnte vielleicht mit einem Bogenhanf oder einer anderen pflegeleichten Pflanze beginnen. Diese exotische Pflanze ist sehr genügsam. Sie braucht nicht viel Wasser und auch keinen speziellen Standort. Aber sie verleiht jedem Raum ein bisschen mehr Wohnlichkeit.

Foto: Pixabay/Pushok

Smarte Möbel
Smarte Möbel, das sind multifunktionale Stücke, die nicht nur einen Nutzen erfüllen. Wer nur wenig Platz in seiner Wohnung zur Verfügung hat, sieht sich immer wieder vor neuen Herausforderungen. Es ist kaum Platz für zusätzliche Möbel. Die Lösung sind ansprechend designte, multifunktionale Möbelstücke. Aus dem einfachen Beistelltisch wird ein Sitzhocker, wenn Gäste kommen. Der schicke Beistelltisch kann auch – zusammen mit noch zwei weiteren Exemplaren – zum Bücherregal werden. Dieser neue Trend mit innovativen Möbelideen begeistert auch andere, die genug Platz haben. Der Trend zum Minimalismus setzt sich auch hier fort.

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