Feind des Gärtners: Unkraut früh im Jahr bekämpfen

Feind des Gärtners : Unkraut früh im Jahr bekämpfen

Das Frühjahr ist eine gute Zeit, um ungeliebte Unkräuter zu entfernen. Diese wachsen bei kalten Temperaturen zwar langsamer, aber immer noch schneller als die Kulturpflanzen, wie die erklärt.

Man kann die Pflanzen somit einfacher erkennen und ausreißen - und sich im Sommer viel Arbeit beim Unkrautjäten sparen. Bei Unkräutern, die sich über Samen vermehren, müssen die Pflanzen noch vor dem Blütenansatz entfernt werden. Können Samen sich auf dem Boden vermehren, keimen schnell neue Pflanzen aus. Und ein Teil der Samen kann über Jahre keimfähig bleiben.

Hier muss man immer dran bleiben und zum Beispiel nachwachsende Vogel-Sternmiere, Ehrenpreis, Springkraut, Einjähriges Rispengras oder Gemeines Kreuzkraut konsequent den Sommer über wiederholt ausreißen, erläutert die Gartenakademie.

Die Pflanzenreste dürfen nicht am Boden liegen bleiben oder auf den Kompost wandern. Sie müssen in den Biomüll. Denn ist der Boden feucht, vertrocknen die Reste erst einmal nicht und leiten Restfeuchte aus ihren Blättern und Stängeln in die Samenansätze. Die entwickeln sich weiter - der Zyklus beginnt von vorne.

Wurzelunkräuter wie Giersch, Quecke, Schachtelhalm oder Winde bilden im Boden oft dichte Geflechte. Wenn es nach dem Winter wärmer wird, bilden sie sich auch oberirdisch aus.

Gegen diese Unkräuter geht man am besten bei einem feuchten Boden vor, denn dann lassen sich die Wurzeln besser ausgraben. Idealerweise schafft man es, wirklich jedes Wurzelstück zu entfernen. Denn zurückbleibende Stücke können weiterwachsen. Daher rät die Gartenakademie, nach zwei bis drei Wochen erneut die Grabegabel anzusetzen. Die Pflanzenreste im Biomüll entsorgen.

Infos der Bayerischen Gartenakademie

(dpa)
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