Haus- & Gartentrends 2017: Solarleuchten: Angenehmes Licht für laue Nächte

Haus- & Gartentrends 2017: Solarleuchten: Angenehmes Licht für laue Nächte

Solarleuchten zaubern in jeden Garten oder Balkon eine ganz besondere Atmosphäre. Wir geben ein paar Tipps für die Auswahl der richtigen Lampe.

Düsseldorf. Was gibt es schöneres, als an einem lauen Sommerabend gemütlich zu Grillen oder in entspannter Atmosphäre mit Freunden im Garten zu sitzen und die Natur zu genießen. Solarlampen sorgen dabei für eine ganz besondere Stimmung. Der Nutzer muss sich dabei um nichts kümmern, denn die Lampen versorgen sich autonom mit Energie. Tagsüber werden die Akkus durch die Sonnen- und Lichtenergie geladen, sobald die Dunkelheit anbricht, beginnen sie selbstständig zu leuchten. Es gibt sie als Lampions, Lichterketten, mit Erdspieß und in Einmachgläsern. Das Licht verbreitet dann die integrierte Leuchtdiode - kurz LED.

Die Käufer können dabei mittlerweile unter einer Fülle von Angeboten wählen. „Wer lange Freude am Gartenlicht haben will, sollte beim Kauf einige Dinge beachten“, sagt Norbert Dohn, Lichtexperte bei der Bergischen Energie- und Wasser-GmbH (BEW) in Wipperfürth. Die Energie für das Licht wird in Solarzellen erzeugt und im eingebauten Akku gespeichert. Die Grundvoraussetzung dafür ist Sonnenschein. Bleibt es draußen tagsüber trüb, dann lädt die Gartenleuchte nicht voll auf. So schön das Ambiente in Gärten, Grillplätzen, Garageneinfahrten oder dem heimischen Balkon auch ist: Wo sichergestellt sein muss, dass es das ganze Jahr über in der dunklen Tageszeit hell genug ist, sollte die Beleuchtung ans Stromnetz angeschlossen sein. Das gilt laut Experte beispielsweise für Treppen zu Hauseingängen. „Die Vorteile der solaren Gartenbeleuchtung liegen zunächst einmal darin, dass sie die Umwelt schonen“, sagt Norbert Dohn. „Ihr Leuchtmittel sind LED. Diese brauchen sehr wenig Strom.“ Ein weiterer Vorteil der solaren Beleuchtung: „Bei der Installation müssen keine Kabel durch den Garten verlegt werden und im Gegensatz zu Windlichtern erlischt das Licht nicht“, so Dohn.

Weil sie Sonnenlicht zum Laden brauchen, werden Solarleuchten ausschließlich draußen eingesetzt. Der Zweck entscheidet über die Modellwahl: Wenn der Garten etwa die ganze Nacht beleuchtet werden soll, müssen Akku und LED unbedingt von hoher Qualität sein. Soll hingegen das Licht immer nur dann kurz angehen, wenn jemand von der Garage zum Haus geht, könnte eine Solarlampe mit eingebautem Bewegungsmelder das Richtige sein. Sobald der Sensor eine Bewegung wahrnimmt, bringt die Leuchte Licht ins Dunkel. Das Umfeld, in dem die Bewegung gemessen wird, kann meist individuell definiert werden. So werden beispielsweise Personen oder Tiere, die sich außerhalb des Radius befinden, nicht erfasst.

„Beim Kauf einer Solarleuchte kommt es auf den Akku und die drei L an — Leuchtkraft, Leucht-farbe und Leuchtdauer“, sagt Norbert Dohn. Der Akku würde ziemlich strapaziert durch das ständige Laden und Entladen. Daher sollte man auf die Lebensdauer achten. „Bei der Wahl der Akkus rät der Lichtexperte daher: „Die Lithium-Ionen-Ausführung hat eine hohe Qualität. Sie kostet zwar mehr als andere Techniken, aber damit tut man der Umwelt und dem eigenen Geldbeutel etwas Gutes. Denn die Akkus halten länger.“

Da die Leuchten unter freiem Himmel aufgestellt werden, sollten sie außerdem wasserdicht und witterungsbeständig sein. Hinweis darauf gibt die sogenannte IP-Zertifizierung: IPX4 zum Beispiel bedeutet, dass die Gartenleuchte vor Spritzwasser geschützt ist und Regen aushält. Auch das Material bestimme die Lebensdauer, besonders langlebig ist laut Dohn Edelstahl. Mit diesen Tipps sollte einem unbeschwerten Leuchtvergnügen in lauen Sommernächten nichts mehr im Wege stehen.

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