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Die erste Wohnung muss nicht perfekt sein

Wohnen : Die erste Wohnung muss nicht perfekt sein

So angenehm ist auch immer sein mag, irgendwann ist es Zeit, das Hotel Mama zu verlassen. Konnte dieser Zeitpunkt einst gar nicht früh genug kommen, so lassen sich heute junge Leute mehr Zeit damit, eine eigene Wohnung zu beziehen. Ein Grund sind die hohen Kosten. Es geht aber nicht nur um die Betriebskosten, sondern auch um den Hausstand, der finanziert werden muss. Und die Liste dessen, was von Anfang an in der Wohnung vorhanden sein muss, ist lang. Sie beginnt bei den Möbeln und endet beim Putzeimer. Doch was wird wirklich gleich benötigt?

Sauber und ordentlich muss es sein

Nur selten kann die erste Wohnung perfekt nach eigenem Geschmack eingerichtet werden. Das ist auch nicht nötig. Unverzichtbar sind Bett und Bettwäsche sowie Tisch und Stühle. Außerdem werden ein Kleiderschrank und eine Möglichkeit zum Abstellen des Geschirrs benötigt. Dazu reicht auch schon einmal ein Regalbrett über dem Herd in der Küche. Zum Herd gehört ein Kühlschrank. Und damit wäre die vorläufige Einrichtung auch schon komplett. Alles andere hat Zeit. Bis auf die Grundausstattung fürs Putzen. Ohne Besen, Schaufel, Putzeimer und Putztücher geht es nicht. Denn um sich wohlzufühlen in den eigenen vier Wänden, bedarf es keiner Luxusausstattung, nur sauber und ordentlich muss es sein.

Grundregeln für Wohlfühlatmosphäre beachten

Die Entscheidung, welche Einrichtungsgegenstände man braucht und welche warten können, muss jeder für sich selbst treffen. Was der eine total wichtig findet, ist für den anderen verzichtbar. Damit man sich aber wirklich wohlfühlt, gilt es einige Grundregeln zu beachten. So sollte der Raum in der Wohnung, in dem man sich am meisten oder liebsten aufhält, auf jeden Fall so perfekt ausgestattet werden, wie es finanziell möglich ist. Das gilt für die Möbel genauso wie für Zubehör und Deko. Hier sollte nicht gespart werden. Es müssen ja nicht neue Möbel sein, manches können Familie oder Freunde beisteuern, anderes findet man günstig bei Auktionen oder auf Flohmärkten.

Für die Küche braucht man am meisten

Am umfangreichsten ist die Grundausstattung in der Küche. Geschirr, Gläser und Besteck dürfen genauso wenig fehlen wie Kochtöpfe und Pfannen. Am teuersten sind die Küchengeräte. Herd und Kühlschrank sind ein Muss, alles andere kann improvisiert werden. Statt Kaffeemaschine tut es auch der gute alte Filter, statt Wasserkocher der Kessel auf dem Herd. Unverzichtbar ist die richtige Beleuchtung. In der Küche muss es hell sein. Am Arbeitsplatz darf es keine Schatten geben. Empfehlenswert ist eine Beleuchtungsstärke von 500 Lux. Das am besten weiße Licht sollte direkt von oben auf die Arbeitsfläche strahlen. Wenn Licht brennt, kann jeder durch das Fenster in die Wohnung schauen. Deshalb werden auch Gardinen oder Rollos sofort gebraucht. Alternativ kann man Sichtschutzfolie auf die Fenster kleben, doch das gefällt bestimmt nicht jedem Vermieter.

Ohnehin sollte man bauliche Veränderungen immer im Vorfeld mit dem Vermieter klären. Das fängt schon bei der Satellitenschüssel an und endet bei Haustieren. Auch wenn man in der eigenen Wohnung endlich sein eigener Herr ist, hat die Freiheit grenzen, und zwar immer dort, wo die Freiheit des anderen beginnt. Zu viel Lärm oder ein vernachlässigter Treppenputzdienst führen rasch zu Ärger mit den Nachbarn.