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Pflege eines Altbaus: Die energetische Sanierung einplanen

Sanierung : Pflege eines Altbaus: Die energetische Sanierung einplanen

Je nach Haus besteht für Käufer innerhalb von zwei Jahren die Pflicht zur Nachrüstung.

Innerhalb von zwei Jahren müssen Käuferinen und Käufer eines Altbaus bestimmten Pflichten zur energetischen Nachrüstung nachkommen. So lange haben sie Zeit, um drei aktuelle Vorgaben umzusetzen. Darauf macht Zukunft Altbau aufmerksam, eine vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Initiative.

So müssen Eigentümerinnen und Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhauses Armaturen sowie Leitungen für die Heizung und Warmwasser dämmen, wenn sich diese in unbeheizten Räumen befinden.

Dämmung und Heizungserneuerung gegebenenfalls notwendig

Je nach Dicke der Leitung muss die Dämmung zwischen zwei und zehn Zentimeter umfassen. Zudem müssen sie die oberste Geschossdecke, die meist geheizte und ungeheizte Räume trennt, mit einer Dämmschicht versehen. Das gilt jedenfalls, wenn dort bislang eine Dämmung fehlt.

Alternativ können Eigentümerinnen und Eigentümer laut Initiative auch die Dachschräge dämmen lassen. Außerdem müssen sie grundsätzlich Heizungen austauschen, die älter als 30 Jahre sind – das gilt für Konstanttemperaturkessel.

Das Alter findet sich auf dem Typenschild, im Protokoll des Schornsteinfegers oder in den Bauunterlagen. Niedertemperatur- und Brennwertkessel dürfen zwar weiterlaufen, oft es lohnt sich aber ein Austausch wegen der Einsparmöglichkeiten und der staatlichen Förderungen, die es für die Umrüstung gibt. Meist sind Häuser von diesen Pflichten betroffen, die vor dem Jahr 2002 gebaut wurden. Denn so alte Immobilien entsprechen häufig weder dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) noch der bisherigen Energieeinsparverordnung EnEV, so die Initative Zukunft Altbau. Wer eine alte Immobilie kauft, sollte bei der Finanzierung also genügend Budget für energetische Nachrüstungen einplanen, raten die Experten. Immerhin: Viele energetische Sanierungsmaßnahmen werden gefördert.

(dpa-tmn)