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Was steckt hinter Augenflimmern und ist es gefährlich?

Ratgeber : Was steckt hinter Augenflimmern und ist es gefährlich?

Unser Augenlicht ist unverzichtbar für die Meisterung des Alltags. Ob zuhause, unterwegs oder auf der Arbeit, wir benötigen stets unsere Augen. Jede noch so kleine Einschränkung stellt uns daher vor große Probleme.

Auch wenn es bestimmte Phänomen gibt, die nur kurzfristig auftreten und auch von selbst wieder verschwinden, kann es auch zu dauerhaften Einschränkungen kommen. Dazu gehört beispielsweise das Augenflimmern, welches ein Vorbote für gleich mehrere Krankheiten sein kann.

Daher sehen wir uns in diesem Beitrag an, was man unter Augenflimmern versteht, was dahintersteckt und ob es gefährlich ist.

Wie zeigt sich das Augenflimmern?

Üblicherweise sehen Betroffene des Augenflimmerns am Rande ihres Sichtfelds kleine leuchtende, sich bewegende Punkte. Diese können auch eine Zickzack- oder eine Bogenform annehmen und werden auch manchmal kleiner und größer. Sie können sich schnell oder langsam hin und her bewegen. Wie Augenflimmern auftritt, unterscheidet sich von Patient zu Patient. In manchen Fällen tritt es urplötzlich in hoher Intensität auf, in anderen wiederum steigern sich die Beschwerden von leicht zu stark nach und nach. Das Augenflimmern kann nur kurzfristig anhalten oder auch langfristig bestehen. Beschrieben wird es häufig, als würde man in eine Lichterkette sehen.

Welche Symptome ergänzen das Augenflimmern?

Zusätzlich zur Sehstörung selbst kommen meist Symptome wie starke Müdigkeit bis hin zu richtiger Erschöpfung, Übelkeit, Schwindel sowie Rücken- und Nackenschmerzen. Es kann sogar zu motorischen Störungen kommen. Grundsätzlich stellt das Augenflimmern eine immens hohe Belastung für die Betroffenen dar.

Treten außerdem Symptome auf wie Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Konzentrationsstörungen oder kommt es sogar zu Blackouts, sollten Betroffene sich unbedingt ihre Lebensumstände ansehen. Kurzfristig auftretendes Augenflimmern mit eben diesen Symptomen entsteht nicht selten auch durch Stress und Überanstrengung. Dies kann demnach bereits mit einer Veränderung der Umstände beseitigt werden.

Lichtempfindlichkeit in Kombination mit Augenflimmern könnte auch ein erstes Anzeichen für eine aufkommende Migräne sein.  

Was steckt hinter dem Augenflimmern?

Das Augenflimmern selbst stellt keine eigenständige Krankheit dar. Wohl aber ist es ein Anzeichen für eine ernstzunehmende Erkrankung. Aus diesem Grund sollte bei beschriebener Symptomatik stets zeitnah ein Augenarzt aufgesucht werden, um eine schnelle Behandlung einzuleiten.

Ursachen für das Augenflimmern könnten beispielsweise krankhafte Veränderungen am Auge wie der Grüne Star sein, der bei eintretendem Augenflimmern leider meist schon weit fortgeschritten ist. Es könnte auch ein Anzeichen für eine Netzhautablösung sein, was sofort behandelt werden muss, oder auch für eine Aderhautentzündung. Durchblutungsstörungen im Gehirn bis hin zu einem Schlaganfall haben teilweise auch ein Augenflimmern zur Folge – entweder tritt dieses dauerhaft auf oder kommt immer wieder.

Diabetiker haben ein sehr großes Risiko für Begleiterscheinungen wie Augenflimmern. Sobald der Blutzucker für einen längeren Zeitraum nicht korrekt eingestellt ist, können sich Sehstörungen einstellen. 

Patienten, die beispielsweise Migränemedikamente, andere Arznei- oder sogar Rauschmittel einnehmen, können ebenfalls Symptome wie Augenflimmern entwickeln. In diesem Fall wäre es also unbedingt ratsam, die Medikamente nach Rücksprache mit dem Arzt abzusetzen oder, wenn möglich, die Dosierung anzupassen.

Welche Personengruppen haben ein Risiko für Augenflimmern?

Wie bereits erwähnt können Diabetiker unter falscher Medikamentierung oder Menschen, die bestimmte Arzneimittel einnehmen, recht häufig unter Augenflimmern leiden. Zudem sind aber auch Menschen ab einem Alter von 65 Jahren, Patienten mit Herz-Kreislauf-Entzündungen und Kurzsichtigkeit oder jene, die ohnehin Entzündungen am Auge haben, sehr gefährdet. Gab es in der Familie bereits Fälle von Grünem Star, kann auch dies eine Vorbelastung darstellen.

Wie läuft die Diagnostik ab?

Bei jeglichen Sehstörungen und die Augen beeinträchtigenden Symptomen sollte immer schnellstmöglich der Augenarzt aufgesucht werden. Dieser wird eine umfassende Untersuchung der Sehstärke, des Gesichtsfelds und des Glaskörpers vornehmen.

Dabei werden auch pupillenerweiternde Augentropfen genutzt, um eine bessere Sicht zu erlangen. Kann der Augenarzt keine Diagnose stellen, wird der Patient in der Regel an weitere Ärzte überwiesen. Dort erfolgt dann eine ausführliche Anamnese zur Vorgeschichte, zu den weiteren Symptomen und so weiter.

Welche Behandlungen erfolgen bei Augenflimmern?

Die Art der Behandlung ist natürlich abhängig von der Diagnose und soll die Grunderkrankung hinter dem Augenflimmern beseitigen. Ist die Ursache des Augenflimmerns beispielsweise eine drohende Netzhautablösung, würde notfallmäßig eine Laserbehandlung vorgenommen werden. Bei Stress als Ursache müssen die Lebensumstände möglichst schnell verändert werden und bei Migräne erfolgt eine entsprechende Behandlung dieser. Diabetiker würden entsprechend neu eingestellt werden, um den Blutzucker unter Kontrolle zu bekommen.

Zur Vorbeugung beziehungsweise um die Augengesundheit frühzeitig positiv zu beeinflussen, sollte man Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B und Zink zu sich nehmen. Trainings- und Entspannungsübungen für die Augen sind ebenfalls sehr hilfreich, vor allem, wenn viel an Bildschirmen gearbeitet und die Augen regelmäßig stark angestrengt werden. Dazu gehört auch, viele Pausen zu machen und den Blick in die Ferne zu richten, statt dauerhaft auf den Bildschirm zu sehen. 

Ist Augenflimmern also gefährlich?

Augenflimmern kann durchaus auf eine gefährliche Grunderkrankung hindeuten, vor allem wenn weitere Symptome hinzukommen. Daher sollte immer schnellstmöglich ein Arzt konsultiert werden, um sicherzustellen, was die Ursache ist und wie diese behandelt werden kann. Das Flimmern selbst ist allerdings harmlos, wenn auch anstrengend für die Betroffenen. Auch wenn bestimmte Erkrankungen nicht verhindert werden können, gibt es einige bereits erwähnte Möglichkeiten, die Augengesundheit zu verbessern.